Die zehn kompromisslosesten Treter

Und es hat Rumms gemacht

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Heft #68 07 / 2007
Heft: #
68

10. Werner Liebrich
Deutschland – Ungarn, 1954

Anlässlich Ferenc Puskás’ Ansage, Werner Liebrich als Strafe für seine rabiate Spielweise zu tunneln, malträtierte Liebrich Puskás’ Sprunggelenk. Der Ungar kam erst zum Finale wieder auf die Beine. Fit war der beste Spieler der Welt da noch lange nicht.


9. Joe Simunic
Hertha BSC – Werder Bremen, 2007

Joe Simunic wähnte sich in einer Bruce-Lee-Verfilmung. Der Karate-Tritt ins Gesicht des Bremers Christian Schulz wurde von Schiedsrichter Fandel mit der Höchstnote und der roten Karte gewürdigt.

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8. Francesco Totti
AS Rom – Bayer Leverkusen, 2003

Eigentlich ein harmloser Zweikampf, plötzlich aber sprang Totti per Schlusssprung hoch und perforierte mit beiden Beinen den Rücken des liegenden Ramelow. Ein weiterer Sprung, eine halbe Pirouette, und Totti war zurück auf dem Rasen.


7. Rüstü Reçber
Türkei – England, 2004

Mit der Gelassenheit eines Shaolin-Mönches erlegte Nationaltorwart Rü?tü via Scherenschlag den Engländer Kieron Dyer. Noch schöner allerdings, wie Rü?tü anschließend den herumirrenden Ball per missglückten Fallrückzieher entsorgte.


6. Lee Bowyer, Kieron Dyer
Newcastle United – Aston Villa, 2005

Mitten im Spiel gaben sich die Mannschaftskameraden Lee Bowyer und Kieron Dyer heftige Ohrfeigen und mussten von Mitspielern auseinander gezerrt werden. Für Bowyer, den Provokateur, gab es sieben Spiele Sperre und vom Klub zusätzlich 200?000 Pfund Geldstrafe.

5. Benjamin Massing
Argentinien – Kamerun, WM 1990


Sehr konsequent. Als Argentiniens Caniggia kurz vor Schluss zu einem verzweifelten Sololauf ansetzte, versuchen drei Kameruner, ihn umzuhauen. Den ersten beiden konnte Caniggia noch ausweichen, kam aber schon ins Straucheln, bis ihn Massing ohne jedes Interesse am Ball umrammte.


4. Fernando Meira
VfB Stuttgart – 1.FC Nürnberg, 2007

Genug wurde schon geschrieben: Fernando Meira trat im Pokalfinale Marek Mintal derart routiniert gegen das Schwungbein, dass selbst Vinnie Jones anerkennend die Augenbraue gehoben hätte.


3. Klaus Augenthaler
Bayern München – Werder Bremen, 1985

Augenthaler senste den davon geeilten Völler humorlos um, der Bremer fiel für fünf Monate aus. Udo Lattek sah Völler als Temposünder, er sei »zu schnell gewesen«.


2. Harald »Toni« Schumacher
Deutschland – Frankreich, WM 1982

Den Hintern vorneweg warf sich Toni Schumacher auf den heraneilenden Battiston, eine lebensgefährliche Aktion, die Battiston drei Zähne und kurzzeitig das Bewusstsein kostete. Schumachers unsäglicher Kommentar: Er bezahle gerne »neue Jackettkronen«.


1. Roy Keane
Man United – Man City, 2001


Mutter aller Fouls. Roy Keane traf Alf Inge Håland auf Kniehöhe, der darauf wuchtig getroffen quer durch die Luft flog. Anschließend beugte sich Keane herunter zu Håland: »You fucking cunt.« Ein klassisches Revanchefoul.


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Die schlimmsten Fouls in bewegten Bildern findet Ihr hier www.11freunde.de/flimmerkiste.

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