Norbert Thines
Auf Geheiß des Präsidenten des 1. FC Kaiserslautern wurde auf der Weihnachtsfeier des Klubs 1990 jeder Spielerfrau eine Tüte mit Jetons für die Spielbank nebenan überreicht. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung mussten die Damen dann ihre Chips verspielen, während die Herren kräftig an der Theke literten. Am Ende des Abends hieß es für alle Beteiligten: Nichts geht mehr.
Dietmar Hamann
Selbst an den besinnlichen Weihnachtstagen verlieren die Engländer nicht ihren Humor. Deswegen ließen es sich die Spieler von Newcastle United 1998 auch nicht nehmen, ihren Kollegen Dietmar Hamann auf der Weihnachtsfeier mit einem kleinen Präsent zu überraschen. Und Hamann staunte nicht schlecht, als er sein Buch aus dem Geschenkpapier schälte: Es war »Mein Kampf«.
Christoph Metzelder
Angesprochen auf die weihnachtlichen Schenkgewohnheiten im Hause Metzelder, entsagte Christoph in einem Interview allzu kostspieligen Präsenten: »Soll ich meinen Brüdern sagen, okay, kommt, sucht euch ein Auto aus, ich besorge das? Das würden die nicht wollen, und ich auch nicht.« Wobei der Christoph, nur zur Sicherheit, noch mal bei den Brüdern nachfragen sollte.
David Beckham
Einst sorgte David Beckham mit seinem Geständnis, dass er ab und an auch mal Unterwäsche von Ehefrau Victoria auftrage, für Geraune in der Fußballszene. Umso delikater deshalb sein Präsent für Gattin Posh im Jahr 2001: zarte Unterwäsche für schmale 3000 Euro. Erinnerte ein wenig an Homer Simpsons Geschenk an Gattin Marge: eine Bowlingkugel mit eingraviertem Namen »Homer«.
Frano Sensi
In Italien weiß man noch, was sich gehört. Also verschenkte Frano Sensi, Präsident des AS Rom, um die Christmette 2000 herum, haufenweise Rolex-Uhren in einem Gesamtwert von 350.000 Mark an Schieds- und Linienrichter der Serie A. Außerdem bekam jeder Schiedsrichter einen DVD-Player im Wert von 2500 Mark und eine Hi-Fi-Anlage für 3000 Mark. Für Sensi lediglich »kleine Geschenke«.
Feinrippunterwäsche und ein Pferd
Adolf Katzenmeier
45 Jahre lang massierte Adolf Katzenmeier die deutschen Nationalspieler. Da überraschte es nicht, dass der DFB sich über die Vorlieben des inzwischen pensionierten Katzenmeiers informierte, um ihm zu Weihnachten 2011 eine Kiste Rotwein der Marke »Chateau Peyre-Lebade« zu vermachen. Ein echter Volltreffer, wie zu hören war: »Roter ist nicht so mein Ding. Ich trink lieber Ebbelwoi.«
Hans Meyer
Klassische Reporterfrage nach einem Punktgewinn von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern an den damaligen Gladbach-Coach: »War das bereits das schönste Weihnachtsgeschenk?« Meyer wollte das so nicht stehenlassen: »Das kann ich jetzt nicht sagen. Sonst bekomme ich Probleme, wenn meine Frau an Heiligabend mit dem Päckchen mit der Feinrippunterwäsche ankommt.«
Wayne Rooney
Kleine diskrete Aufmerksamkeiten, die aber von Herzen kommen, sind die Spezialität von Englands Stürmer Wayne Rooney. Deswegen schenkte der smarte Liverpooler seiner treusorgenden Gattin Coleen im Jahr 2011 zum Weihnachtsfest ein Pferd aus dem Gestüt von Mannschaftskollege Michael Owen. Und was gab’s zum Geburtstag? Richtig, den passenden Stall dazu.
Horst Müller
Weil sein Leib- und Magenverein Kickers Emden mal wieder vor dem Ruin stand, kam Fan Horst Müller im Jahr 2008 eine pfiffige Idee: Mit dem Versand von echtem Nordseewatt wollte Müller das nötige Kleingeld in die klammen Vereinskassen spülen. »Ein ideales Weihnachtsgeschenk«, sagte der Anhänger. »Vor allem für denjenigen, der es verschenkt. Das Watt riecht richtig streng.«
Mike Hanke
Warum nicht zeigen, wenn es einem gutgeht: Genau deswegen ließ sich Mike Hanke im Jahr 2011 von Spiegel TV bei den Weihnachtseinkäufen begleiten. Gut, als die Dame beim ansässigen Juwelier sagte: »Über Preise wird bei uns nicht geredet«, hätte Hanke aufmerksam werden können. Aber was soll es, am Ende gab es für Freundin Jenny nur eine Kleinigkeit: Ohrringe im Wert von 12.000 Euro.