10.08.2013

Die zehn besten Sportstudio-Momente

Mit Kanonen auf Hirnwindungen

Seite 2/2: Modedrogen und Macho-Scheiß
Text:
Benjamin Kuhlhoff und Alex Raack
Bild:
Imago

6.
Farbexplosion mit Modedrogen
Darf in keiner abseitigen Geschichte über das »Sportstudio« fehlen: Der immer noch kuriose Auftritt eines Farbdesigners, der vor den Augen von Günter Netzer und einem offenbar schwer beeindrucktem Publikum seine Version der Bundesliga-Trikots vorführt. In Trance tanzende Models auf Modedrogen sorgen für eine faszinierende Szenerie.

7.
Ball vom Glas
Chuck Norris kann bekanntlich viele Dinge, die Normalsterbliche nicht können. Der Einzige, der der Kampfmaschine aus Oklahoma ernsthaft Konkurrenz macht, ist Franz Beckenbauer. Deswegen schiebt der Kaiser mit gepflegter Kitzbühel-Bräune einen Ball vom Weißbierglas auf die Torwand – und trifft. Seine Gefolgschaft liegt sich jubelnd in den Armen, Lothar kommen fast die Tränen. Am Ende scheint selbst der Franz kaum glauben zu können, was er alles kann und strahlt als habe ihm jemand Ecstasy in den Humpen geworfen. Herrlich.

8.
Heißa Blau-Weißa!

Heiß, Heiß, Heiß!!! Blau-Weiß!!! Heiß? Weiß? Merken Sie etwas? Riesenhit von Bernhard Brink, der nach dem sensationellen Bundesligaaufstieg von Blau-Weiß 90 Berlin die bedauernswerte Mannschaft ins »Sportstudio« schleppt und mit Alternde-Jungfer-ich-bin-dein-Mann-Blick in die Mikros blökt.

 

9.
Lehmann (böse) vs. Balljunge (14)
Welcher Kinderhasser beim ZDF bloß auf diese Idee gekommen ist? Im Zuge des Besuchs von Jens Lehmann wird kurz vor dessen Torwand-Versuch der 14-jährige Aron Schulz in den medialen Ring gezerrt. Der Rotzlöffel hatte es doch Tage zuvor gewagt als Balljunge für Hannover 96 den großen Jens Lehmann zu foppen – die Szene, wie er dem Ex-Nationalkeeper den Ball über den Kopf lupfte, ließ die ganze Nation in brüllendes Gelächter verfallen. Der »Sportstudio«-Plan: Schulz und Lehmann versöhnen sich. Dumm nur, dass Lehmann lächelt wie ein Auftragskiller und dem jungen Besucher vor Angst fast die Trainingshose herunterschlottert.

10.
Macho-Scheiß
Vielleicht die schwärzeste Stunde im »Aktuellen Sportstudio«: Monstermacho Wim Thoelke kommentiert live eine MAZ über Frauenfußball. Das ganze ist schlimm genug, doch dann kommt auch noch ein Interview aus der Kategorie »Hätte Stromberg auch nicht besser machen konnen«. Was soll man dazu noch sagen?

 
 
 
 
 
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