03.09.2013

Die wichtigsten Transfers des Sommers

Junge, komm' bald wieder!

Seite 3/4: Keine Klavierbuckler
Text:
Tobias Ahrens und Paul Hofmann
Bild:
Imago

Patrick Helmes (von VfL Wolfsburg zum 1. FC Köln, unbekannte Ablöse, kam 2011 für 5 Mio von Bayer Leverkusen)
Am Sonntag musste der VfL Wolfsburg II gegen den SV Meppen schon ohne Patrick Helmes (3 Saisontore in der Regionalliga Nord) auskommen. Der Stürmer war auf dem Weg in die Domstadt, um den Vertrag mit dem 1. FC Köln aufzusetzen. Damit kehrt ein verlorener Sohn zurück nach Köln, der nicht Lukas Podolski heißt. Reißt sich Helmes nicht wieder das Kreuzband während einer Runde Beachsoccer mit den Freunden, könnte er sich als gefeierter Aufstiegsheld am Rhein entpuppen. Ach ja: Wolfsburg II verlor gegen Meppen direkt mal 1:2. So kann's gehen.

Aristide Bancé (vom FC Augsburg zu Fortuna Düsseldorf, kam 2012 für 500.000 Euro von Al Ahli Club)
Während der 1. FC Köln einen Publikumsliebling griff, scheint die Führungsetage der Altbier-Liebhaber aus Düsseldorf eher ins Fettnäpfchen getreten zu haben. Am Montagmittag verdichteten sich die Gerüchte, dass die Fortunen ausgerechnet Aristide Bancé unter Vertrag genommen haben. Erste Kommentare der Facebook-User: »Dieses Jahr wird alles falsch gemacht«, »Wolf Werner auf die Transferliste«, »Kauft mal einen anständigen Stürmer«, »Absteiger«. Wir möchten Bancé, immerhin regierender Afrikacup-Finalist, am liebsten mitnehmen, trösten und auf der Kö zum Shoppen einladen. Glücklicherweise fehlt uns dafür das Geld.

Asier Illarramendi (von Real Sociedad San Sebastián zu Real Madrid, 39 Mio Euro Ablöse, kam aus der eigenen Jugend)
Neben den Spektakel-Transfers Isco und Gareth Bale stinkt Asier Illarramendi ein wenig ab. Dabei hat er nur 15 Millionen Euro weniger gekostet als er Ligaspiele aufzuweisen hat – 54 waren das für San Sebastián. Das geringe Interesse mag teilweise mit seiner Spielweise zusammenhängen. Illarramendi buckelt das Klavier allerdings nicht nur, er kann auch darauf spielen. Der spanische U21-Europameister wird zurecht als legitimer Thronfolger des großen Xabi Alonso gehandelt. Seht selbst:



Pablo Osvaldo (kam vom AS Rom zu FC Southampton, 17,6 Mio Euro, kam 2011 für 16 Mio von Espanyol Barcelona)
Halb Europa hatte den langjährigen Verfechter des »Karl-Lagerfeld-Gedenkzöpfchens« auf seiner Einkaufsliste. Er ging nach Southampton, das satte 17,6 Millionen Euro für Osvaldo löhnte. Weitere Neuerwerbe der »Saints«:  Victor Wanyama – für den ersten Kenianer der Premier League gingen 14,5 Millionen an Celtic Glasgow – sowie Abwehrchef Dejan Lovren, der für 10 Millionen aus Lyon kam. 39,6 Millionen Euro gab der Abstiegskandidat somit für neues Gebein aus. Man stelle sich das beim FC Augsburg vor.

 
 
 
 
 
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