Die wichtigsten Last-Minute-Transfers im Check

Panic at the Dispo

Gestern klappte das Transferfenster des Sommers endgültig zu, im Schlussspurt schlugen die Klubs noch einmal zu. Doch welcher Transfer war sinnvoll? Und welcher bloß nackte Panik?

imago

Radamel Falcao / Manchester United
Louis van Gaal muss ein sehr glücklicher Trainer sein, denn kaum ein anderer durfte in dieser Transferperiode dermaßen auf den Putz hauen wie der Niederländer in Diensten von Manchester United. Neben den bereits getätigten Transfers Angel Di Maria (75 Millionen Euro Ablöse), Luke Shaw (38 Mio.), Ander Herrera (36 Mio.) und Marcos Rojo (20 Mio. Euro) kamen kurz vor Ladenschluss gestern noch der Niederländer Daley Blind (18 Mio.) und als Leihgabe vom AS Monaco auch noch  Monsterstürmer Radamel Falcao (15 Mio. Euro Leihgebühr) zu den »Red Devils«. Auf dem 11FREUNDE-Panikkaufbarometer bekommt die Leihe Falcaos 7 von 10 möglichen Punkten, denn nach dem bescheidenen Start von United in die neue Saison drängt sich der Eindruck auf, dass van Gaal versucht mit großen Namen,  noch größere Probleme zu kaschieren. Weil United mit Wayne Rooney und Robin Van Persie eigentlich schon zwei nicht ganz schlechte Stürmer in den eigenen Reihen hat, stehen hinter der Verpflichtung Falcaos immerhin einige Fragezeichen. Englische Medien witzeln bereits darüber, dass der Kolumbianer ja eventuell in Zukunft Uniteds größtes Probleme lösen könnte und zum kernigen Innenverteidiger umgeschult wird.

Danny Wellbeck / FC Arsenal
Doch United hat nicht nur auf den letzten Drücker noch einmal Geld in den Markt gepumpt, sondern auch tatsächlich einen Spieler abgegeben. Der heißt Danny Welbeck, trägt manchmal einen High Top, den wir so zuletzt in unserem Film »House Party 2« gesehen haben und gilt seit Jahren als Englands nächstes großes Ding. Da er diesen Status aber eben seit Jahren innehat, ohne das Versprechen einzulösen, sollten direkt die Alarmglocken schrillen. Doch Arsenal-Trainer Arsène Wenger hätte nicht den Ruf eines Talent-Trüffelschweins, wenn er sich nicht zutrauen würde, selbst aus dem Mittelklasse-Angreifer Wellbeck den heißesten Stürmer der Insel zu formen. Natürlich wollte Wenger auch lieber einen Stürmer der Marke Falcao oder Cavani, die beide auf dem Markt waren. Nun bekam er Wellbeck, für 20 Millionen Euro, um den verletzten Sturmtank Olivier Giroud zu ersetzen. Eine Versuchsaufbau, der das 11FREUNDE-Panikkaufbarometer auf 8 von 10 Punkten hochschnellen lässt.

Chicharito / Real Madrid
Ein Transfersommer ohne Real Madrid wäre wie ein 11FREUNDE-Redakteur ohne Speckfalten: absolut undenkbar. Doch dass Real nach den Abgängen von Angel Di Maria Alvaro Morata und Xabi Alonso auf den letzten Metern den bei Manchester United so gut wie aussortierten Chicharito holte, lässt dann doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Transfers aufkommen. Jüngst mockerte sogar Superstar Cristiano Ronaldo über die Transferpolitik der »Königlichen« und sagte: »Wenn ich was zu sagen hätte, hätte ich es nicht so gemacht.« Und so schlägt das 11FREUNDE-Panikkaufbarometer automatisch auf 8 von 10 Punkten aus.

Sadio Mané / FC Southampton
Der FC Southampton kam in diesem Sommer zu unverhofftem Reichtum und hatte auf dem Weg dorthin mehr Glück als gute Spieler. Durch den Verkauf der bisher nicht als Überkicker verdächtig gewordenen Luke Shaw (zu Manchester United), Adam Lallana, Dejan Lovren, Rickie Lambert (alle zum FC Liverpool) und Calum Chambers (zu FC Arsenal) kamen 120 Millionen Euro in die Kassen des Klubs. Dummerweise fehlte den Saints nach diesem Kahlschlag auch der halbe Kader, weshalb man zwangsläufig aktiv werden musste. Doch anstatt das frische Geld sinnvoll in den Nachwuchs zu investieren oder zum Abbau des Schuldenberges zu nutzen, gab man es lieber mit vollen Händen aus. Neben Graziano Pellè (für 10 Millionen von Feyernoord), Dusan Tadic (14 Mio. von Twente), Shane Long (15 Mio. von Hull City) kam gestern auch noch Sadio Mané für 15 Millionen Euro von RB Salzburg. Den kennen sie nicht? Keine Sorge, sie sind nicht allein! Angesichts dieser so wenig namhaften wie ganz offenbar überteuerten Investitionen schlägt das 11FREUNDE Panikkaufbarometer entsprechend auch auf 9 von 10 Punkten aus und rät dem FC Southampton, im Moment des größten Glücks (120 Millionen Euro!) auch mal die Füße still zu halten. Ups, zu spät.

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