Die wichtigsten Fragen zu den WM-Playoffs

Horrorfilme und Hahnenkämpfe

Du willst wissen, was Islands Torhüter mit »monumentalen Horrorfilmen« am Hut hat, wie man den Namen Lazaros Christodoulopoulos richtig ausspricht und wie der Hahnenkampf zwischen Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic ausgeht?

imago

Wer ist eigentlich Hannes Halldorsson?
Eigentlich ist der Mann Torhüter der isländischen Nationalmannschaft. Nebenbei arbeitet er allerdings als Regisseur, erzählte er neulich der »Frankfurter Rundschau«. Er drehte zahlreiche Werbespots (u.a. für Coca Cola und Ikea) und einen Bewerbungsclip für den Eurovision Song Contest 2012. Schwierig wurde es, als er mal einen Clip drehte, bei dem die isländische Nationalelf als Werbeträger auftauchte. Er machte erst Anweisungen, sagte »Bitte« – und schlüpfte dann in seine Rolle. Halldorsson hat bereits im Alter von zwölf  Jahren mit dem Filmen angefangen: »Ich stand hinter der Kamera und zwang meine Freunde, Superman darzustellen.« Heute ist sein großer Träum ein »monumentaler Horrorfilm«. Ein erster Schritt zur Finanzierung: Die WM-Qualifikation und ein Angebot aus dem Ausland.
 
Und wer ist Andrij Yarmolenko?
Topstürmer der Ukrainer, den sein Nationaltrainer Oleg Blochin »unstoppable« nennt. Laut transfermarkt.de beträgt sein Marktwert 17 Millionen Euro. Der 24-Jährige hat in bislang 36 Länderspielen 13 Tore erzielt. Bei Dynamo Kiew liest sich die Quote ähnlich beeindruckend: 134 Spiele und 50 Tore. Momentan buhlen Liverpool und der AC Mailand um den Außenstürmer. Das letzte Gebot lag bei 24 Millionen Euro.
 


Bei welchem Spiel wären wir ungern Kommentator?
Beim Spiel Griechenland gegen Island. Jedenfalls nicht, wenn Dimitrios Salpingidis einen Pass auf Lazaros Christodoulopoulos spielt, und dieser den Ball an Arnór Aðalsteinsson, Þórarinn Valdimarsson oder Gunnleifur Gunnleifsson verliert. Ach, Griechenland spielt gegen Rumänien? Nochmal Glück gehabt.

Wie lustig ist Franck Ribéry momentan drauf?
Der Bayern-Spieler gibt sich erstaunlich entspannt. Jüngst verriet der der »L’Equipe«: »In der Nationalmannschaft habe ich endlich den Spaß gefunden, den ich beim FC Bayern schon lange habe.« In der Qualifikation spielte Frankreich tatsächlich nicht schlecht. Die Sache war nur: Spanien war – wie so häufig – noch ein bisschen besser. Und die Ukraine? Die hat sich warm geschossen. Im letzten Gruppenspiel zerlegte die Mannschaft San Marino mit 8:0. Immerhin war es das Spiel, das einen der erfolglosesten Nationaltrainer der Fußballgeschichte zum Aufgeben zwang. Giampaolo Mazza legte einen Tag später sein Amt nieder. Trotzdem: An einen Sieg der Ukrainer glaubt kaum jemand, auch weil die Osteurpäer so nervenstark sind wie die Engländer am Elfmeterpunkt: Seit 1998 sind sie viermal in WM- oder EM-Playoffs gescheitert. Auch Franz Beckenbauer ist sich sicher: »Die Franzosen kommen weiter. Und zwar, weil's den Ribéry haben.« Und der muss es ja wissen. Er wusste diese Woche schließlich auch, dass in Katar keine »Sklaven in Ketten gefesselt und mit irgendwelchen Büßerkappen auf’m Kopf« herumlaufen.
 
Warum feiern die irischen Fans so ausgelassen?
Die Iren sind bekannt für gute Ausdauer an der Bar und schräge Ideen. Zur EM nach Polen reiste gefühlt jeder zweite irische Fan mit dem Tretroller oder dem Fahrrad an. Vor Ort sangen sie so ausdauernd ihre Lieder, dass einige Polen sie direkt als Resident-Musiker für den Rest des Jahres verpflichteten. In Brasilien sind die Iren allerdings nicht dabei. Aber kein Grund zur Sorge: Die Fans haben sich einfach ein anderes Team gesucht. Sie supporten die Isländer. Das Motto lautet: »They are only one letter away!« (»Sie trennt nur ein Buchstabe von uns!«). Der Ire Eoin Conlon rief dafür sogar die Website countyiceland.ie ins Leben, wo aus »Trap's Green Army« kurzerhand »Lars' Blue Army« wurde. »Ein Team unterstützt man an einem solchen Turnier immer. Lasst uns Island auswählen, denn sie sind unsere Nachbarn. Mit ihren 325'000 Einwohnern wären sie in Irland nur das fünftgrösste County – das ist absolut lächerlich. Dieses kleine Land hat eine sackstarke Qualifikation gespielt«, sagte er in einem Interview mit 20min.ch. Und wo ist ihm die Idee gekommen? »Beim Pint natürlich!«

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