12.04.2014

Die wichtigsten Fragen an den 30. Spieltag

»Jens Kellaa! Jens Kellaa! Zieht sein Bier. Imma schnellaa!«

Wo steigt die Märchenstunde? Wo wartet ein neuer Fall für Peter Zwegat? Wer ist der legitime Nachfolger von Charles Bronson? Die wichtigsten Fragen an den 30. Spieltag.

Text:
Jan Mohnhaupt
Bild:
imago

Wo steigt die Märchenstunde?
In München. Vor dem Spitzenspiel beim FC Bayern philosophierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im »Kicker« über das Verhältnis Bayern–Borussen und stimmte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bei einem märchenhaften Vergleich zu: »Der Vergleich mit Aschenputtel ist ja nicht von der Hand zu weisen.« Wer kennt ihn nicht, den BVB, diese Halbwaise aus wohlhabendem Hause, die von ihren beiden Stiefschwestern und der Stiefmutter getriezt wird, gut mit Tauben kann und sich vom viel beschäftigten Vater nichts als einen Haselnusszweig wünscht? Die Deutsche Märchenstraße ist ab sofort um einen weiteren Halt reicher – den Dortmunder Borsigplatz.

Wo wartet ein neuer Fall für Peter Zwegat?
In Bremen an der Weser. Zwar sind die sparsamen Hanseaten noch nicht so pleite wie die sonstigen Klienten des Berliner Schuldnerberaters, doch in den vergangenen beiden Saisons haben die Bremer ein Minus von 22 Millionen erwirtschaftet. Ablösesummen sind vorerst wohl tabu. Jetzt soll ein Sparkommissar zudem weitere Geldlöcher stopfen. Erste Maßnahme: das Catering für die Vip-Gäste bei den Spielen der U 23 wurde gestrichen. Wenn schon die Bockwurst zu teuer wird…

Wer klopft an die Klosterpforte?
Hannover 96. Der Tabellen-13. hat sich vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Hamburger SV zu einem mehrtägigen Trainingslager in die »Hotel-Residence Klosterpforte« (Motto des Hauses: Träume erleben!) im ostwestfälischen Harsewinkel-Marienfeld bei Gütersloh zurückgezogen. Dort, vor den Toren des 800 Jahre alten Zisterzienserklosters, soll sich die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut auf das Abstiegsduell vorbereiten. »Jedem muss bewusst sein, dass dem Erfolg von Hannover 96 alles unterzuordnen ist«, sagte Trainer Korkut. Ob die Spieler nun auch wie einst die Zisterziensermönche leben müssen – angekleidet auf Strohsäcken bei Kerzenschein schlafen, Schwarzbrot essen und täglich einen halben Schoppen Wein trinken –, ist nicht bekannt.

 
 
 
 
 
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