Die Trainingslager-Hölle von 1981

Der feuchte Traum von einer Butterstulle

Haltet die Druckerpressen an, lasst die NSA nichts wissen, hier kommt die neue Serie: »Erschütternde Sommerpausen-Geschichten für zwischendurch«. Teil eins: Die Hölle vom Juli 1981.

Die Schmerzen müssen zu schlimm gewesen sein. Kees Bregmann trug Ewald Lienen vom Platz. Lienen, der Mann mit den langen Haaren und zu kurzen Hosen, war gerade zu Arminia Bielefeld zurückgekehrt. Nun stand ihm die Tortur ins Gesicht geschrieben. Es war 1981. Es war Trainingslager. Es war Horst Franz. Und er hatte eine Stoppuhr dabei.

Die Berichte des »kicker«-Sportmagazins vom 13. Juli 1981 über die damaligen Trainingslager der Bundesliga sind erschütternd, schon allein die Schlagzeilen lassen das Blut gefrieren: »Schweiß, Strapazen und Sorgen«, »Die höllischen Tage müssen sein«, »Qualen wie noch nie«, »8 Tage sind genug«. Das klingt nach Stallone-Vierteiler, doch selbst Rocky hätte schon kurz nach dem Eintreffen im Bielefelder Trainingslager nach »Adrian« gewinselt.

»Meine Uhr ist unbestechlich«

Denn der Treppenlauf von Philadelphia wirkt wie ein Nachmittagsspaziergang gegen das Programm der Arminia. Bei der zweiten Trainingseinheit forderte Trainer Franz zum Sprint auf: 300 Meter ohne Ball, 300 Meter mit Ball, 300 Meter mit Medizinball, 300 Meter mit Ball und Medizinball. Später ging es auf den Berg: Lauf über 5000 Meter, davon 2200 Meter Steigungen in einer Zeit zwischen 21 und 25 Minuten. Franz kühl: »Meine Uhr ist unbestechlich.«
Und da war dieser Geruch.

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