13.03.2013

Die Spieler des FC Schalke in der Einzelkritik

F-Jugendliche mit Lucio-Gesichtern

Schalke hatte im Champions-League-Achtelfinale gegen Galatasaray mindestens drei Matchballe bei eigenem Aufschlag. Am Ende haute S04 aber doch alles ins Netz. Die Königsblauen unterlagen einem Mittelklasse-Gegner und zahlten für ihre eigenen Fehler. Die Spieler in der Einzelkritik. 

Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
Imago

Die Defensive

Timo Hildebrand
Hielt Schalke mit einigen superstarken Reflexen und herausragenden Eins-gegen-Eins-Situationen überhaupt erst so lange im Spiel. War beim 1:1 noch machtlos, beim 1:2 hingegen zu zögerlich beim Herauskommen. Sehr gutes Spiel, aber eben kein perfektes.

Atsuto Uchida
War in der Anfangsphase total überfordert und wurde von den Türken ausgespielt wie eine Fahnenstange. Fing sich aber und machte fortan vor allem offensiv auf sich aufmerksam. Seine Schwachstelle bleibt jedoch der Spielaufbau: Wer bei einem »Stoßstürmer« wie Pukki auch den 15. Ball hoch nach vorne haut, dem sollte man mal ein paar Extra-Einheiten aufbrummen.

Benedikt Höwedes
Ihm sieht man an, dass er die Mannschaft führen will. Leider verrennt er sich mit seinem grimmigen Lucio-Gedächtnis-Blick manchmal ein bisschen zu sehr in dieser Aufgabe. Sah beim 1:2 ganz bescheiden aus und ließ sich wie im Hinspiel von Yilmaz abkochen. Auch danach einige Stellungsfehler. Sein Vorstoß in die Sturmspitze in der Schlussphase blieb wirkungslos. Insgesamt hatte er schon bessere Tage.

Joel Matip
Bärenstark! Nach einem anfänglichen Horrorpass machte er seine dezente Hüftversteifung mit cleverem Stellungsspiel wieder wett und ließ Didier Drogba kaum nennenswerten Freiraum. Blieb im Grunde fehlerfrei, war aber im Spielaufbau manchmal etwas zu zaghaft.

Sead Kolasinac
Spielt mit der Routine eines 30-Jährigen, könnte also fast sein eigener Sohn sein. Extrem gut im Zweikampf, hat Luft für drei und ist flexibel wie ein Deuser-Band. Wenn er noch an seinen Offensivqualitäten feilt, wird er für Schalke unersetzlich – oder unbezahlbar.

Marco Höger
Ersetze erneut den gesperrten Jermaine Jones und holte sich – quasi als Reminiszenz an den Kollegen – früh die Gelbe Karte. Zeigte sich dann aber clever genug, um nicht vom Platz zu fliegen. War sehr aktiv und offensiv stark eingebunden. Knallte vor dem 2:2 den Ball an die Latte, pennte aber zusammen mit dem Kollegen Neustädter vor Altintops Führungstreffer. Trotzdem längst mehr als eine Alternative.

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