Die schönsten Pissgeschichten

Aus der Mitte ein Fluss

Jeder Mensch muss urinieren, oft sogar. Jens Lehmann duckte sich, als der Druck zu groß wurde, flugs hinter die Werbebande. Pinkeln gehört schon lange untrennbar zum Fußball-Metier, wie unser Streifzug durch die Geschichte zeigt. Die schönsten Pissgeschichten

Als Kahn warm ums Bein wurde

Westernhelden pinkeln bekanntlich in ihre Stiefel, um sie geschmeidig zu machen. Oliver Kahn gehörte ob seiner offen zur Schau getragenen Bärbeißigkeit Zeit seiner Karriere nicht unbedingt zu den Personen, die man auf der Dorfstraße von Tombstone freiwillig zum Duell aufgefordert hätte. Doch auch ein Titan hat als kleiner Nachwuchs-Cowboy angefangen. Zu Beginn seiner Profilaufbahn fand sich der damalige KSC-Keeper am unteren Ende der Nahrungskette wieder.

[ad]

In der Dusche im Karlsruher Kabinentrakt kam es einst zu einer bizarren Begebenheit, die Kahn später in der Serie »Titan-Geheimnisse« für ein großes Boulevardblatt enthüllte. Als der 18-jährige Welttorwart in Spe nach dem Training unter der (natürlich eiskalten) Dusche stand, verspürte er an seinem Oberschenkel Seltsames: »Das Wasser rieselte dort nicht kalt, sondern sogar ziemlich warm.« Grund: ein Mitspieler pinkelte dem jungen Torwartgott seelenruhig ans Bein – buchstäblich. Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde.

Gomez und das Bimmelchen

Tore gegen die Bayern sind immer etwas Besonderes. Jeder Spieler erinnert sich besonders gerne an Treffer gegen den Rekordmeister, schon alleine deswegen, weil nicht vielen Profis dieses Glück überhaupt vergönnt ist. Mario Gomez wusste 2007 nach seinem Führungstreffer für den VfB Stuttgart gegen die Gäste aus München zunächst nicht so recht, wofür er sich entscheiden sollte. Zur Auswahl standen Schmerz und Freude. Hinterher behauptete der Mann, der den Ball mit dem Lendenbereich über die Linie befördert hatte: »Als der Ball im Netz zappelte, war der Schmerz schon wieder weg.« Dann begannen die anatomischen Spekulationen. Mit welchem Körperteil genau hatte Gomez die Hereingabe von Ludovic Magnin veredelt? Gomez selbst streute halbgare Vermutungen (»Es war irgendwo im Bereich zwischen Bauch und Oberschenkel«). Der Boulevard wusste es wie immer am Besten und titelte treffend: »Das war geni(t)al!«

Der Lümmel-Kicker

Es sollte ein Gag werden. Thorsten Legat hatte sich einst beim Fototermin die kurze Turnbuchse bis unter die Achselhöhlen gezogen und für viel Aufsehen gesorgt. Gleiches hatte wohl der Bezirksliga-Kicker Sezgin Özhan, als er für das Mannschaftsbild der Saison 2008/09 blank zog. Vielleicht aber hat sich Özhan auch nichts weiter dabei gedacht, als der sein Gemächt für die Kamera freilegte. Sein Verein jedenfalls war nicht sonderlich erfreut, zumal Özhan für seinen Teilstriptease zehn Spiele Sperre aufgebrummt bekam. Die Journale hingegen weideten das Thema genüsslich aus, Özhan wurde zum »Lümmel-Kicker«, die Causa zur »Pullermann-Affäre«, ein Online-Portal verstieg sich gar zur transatlantisch veredelten Formulierung »Schniedel-Aktion von Mister Pimmel-Gate«.

Kniefall im Kreidekreis

Voodoo-artige Rituale in Verbindung mit Fußballspielen sind auf dem afrikanischen Kontinent keine Seltenheit. In der Nacht vor einem wichtigen Spiel kann es vorkommen, dass beide Teams ins Stadion eindringen, um das Spielfeld mit Hausmitteln zu präparieren. Gerne wird für solcherlei Verhexung die jederzeit blitzschnell verfügbare Allzweckwaffe Eigenurin verwendet. Auch beim Finale des Afrika-Cups 2006 zwischen der Elfenbeinküste und Ägypten kam es zum Harnlass auf dem Geläuf – schwer zu sagen, ob eher Hexenglaube oder einfach nur Druck auf der Blase die Ursache für die kuriose Szene im Mittelkreis war. Fest steht: Vor dem alles entscheidenden Elfmeterschießen zwischen den beiden stolzen afrikanischen Nationen versammelte der Schiedsrichter die 20 Feldspieler regelgemäß im Zentrum des Spielfelds. Während sich die Nordafrikaner Arm in Arm in geschlossener Formation auf die kommende Aufgabe konzentrierten, lümmelten die Ivorer in wilder Anordnung herum. Einzig Starspieler Didier Drogba harrte gespannt den Dingen, die da kommen würden. Einer seiner Mannschaftskameraden nutzte stattdessen die Gunst des Augenblicks, um sich vor den Augen des Schiedsrichtergespanns auf den Knien seiner Notdurft zu entledigen. Druck weg – Nutzen hatte die Aktion keinen, am Ende triumphierten die Ägypter mit 4:2 Toren.

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!