Die schönsten Frankfurter Europapokal-Storys

Puskás sagte leise: »Sorry!«

Die Europapokal-Geschichte von Eintracht Frankfurt hat einige große Fußballabende zu bieten. Doch auch am Rande der Spiele hat sich so manche spannende Geschichte ereignet. Die besten Anekdoten der Eintracht.

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6:1 und 6:3 besiegte Frankfurt die Glasgow 
Rangers im Landesmeisterhalbfinale 1960. Auf die Bewohner Glasgows hinterließ das einen bleibenden Eindruck: Als Zeichen ihrer Anerkennung kutschierten Bus- und Taxifahrer Frankfurter Fans am Finaltag umsonst durch ihre Stadt.

Das böse Gerücht
Beinahe hätte es im Vorfeld des Endspiels 1960 einen Eklat gegeben: Der DFB wollte verhindern, dass die Eintracht gegen Real Madrid antrat. Hintergrund: Real-Star Ferenc Puskás hatte den WM-Helden von 1954 Doping vorgeworfen. Erst eine schriftliche Entschuldigung des Ungarn 
bereinigte die pikante Angelegenheit.

Und jetzt: Die Werbung
Hunderttausende Deutsche warteten vor dem Fernseher auf den Anpfiff des Endspiels von Glasgow 1960 – und mussten sich gedulden. Die Programmverantwortlichen ließen erst die 
Werbung zu Ende laufen. Als endlich Livebilder vom Finale sichtbar wurden, war die Partie bereits seit einigen Minuten im Gange.

100 Hyperzehen
Das furiose 7:3 brachte selbst die seriösen Medien in Ekstase. Die BBC überträgt die Partie 
bis heute in voller Länge jedes Jahr zu Weihnachten und die »Zeit« jubilierte noch 1973: »Canario – Del Sol – Di Stéfano – Puskás – Gento. 
Zehn Superfüße, 100 Hyperzehen. Um das in einer anderen Dimension zu verdeutlichen, muss man sich vorstellen, Bach, Mozart, Beethoven, Haydn und Händel hätten alle zusammen für den Fürstbischof von Salzburg komponiert. 
Zur gleichen Zeit, das Concerto, am gleichen Klavier. Mit Brahms auf der Reservebank.«

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