Die schnellsten Torschützen der Liga-Geschichte

Auf Speed

Neun Sekunden benötigte Leverkusens Karim Bellarabi für sein Tor gegen Borussia Dortmund. Schneller war noch kein Bundesliga-Spieler.

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22. März 1997
Martin Dahlin (Borussia Mönchengladbach)
16 Sekunden / Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 1:3
»Dahlin spielt in achtzig, neunzig Prozent aller Zweikämpfe als erster foul. Wenn man dann zurückklammert, pfeift der Schiedsrichter gegen dich. Wenn man es nicht tut, nutzt er den unfairen Vorteil und macht ein Tor«, maulte im Vorfeld des Klassikers Dortmund gegen Gladbach BVB-Abwehrmann Martin Kree. Die »Berliner Zeitung« kommentierte das folgende Blitztor des schwedischen Angreifers der Gladbacher trocken: »Am Sonnabend geschah dies nach circa 16 Sekunden. Foul Dahlin, Kopfball Dahlin, 0:1.«

12. Oktober 1974
Ronald Worm (MSV Duisburg)
14 Sekunden / MSV Duisburg – Hamburger SV 2:0
Ob die Kollegen vom »Kicker« damals mit Stoppuhr im Stadion saßen oder mal wieder besser informiert waren – wir wissen es nicht. Jedenfalls legte sich der Spielbericht vom Oktober 1974 auf 18 Sekunden Spielzeit fest, die Duisburgs Ronald Worm für sein Tor gegen den Hamburger SV benötigte. Alle anderen Medien berichten heute von 14 Sekunden, dieser Artikel eingeschlossen. Wollen wir wegen vier Sekunden keinen Streit anfangen und erinnern lieber an die »Kicker«-Überschrift: »Zum Auftakt ein Worm«. Wenn es den Liveticker 1974 schon gegeben hätte, wir hätten wohl »Der frühe Worm fängt den Vogel« draus gemacht.

4. Februar 2006
Mohamed Zidan (FSV Mainz 05)
14 Sekunden / Mainz 05 – Werder Bremen 2:4
Das waren noch Zeiten, als Werder Bremen nach einer guten Viertelstunde mit 0:2 zurücklag und das einfach zum guten Ton an der Weser gehörte, weil die famose Offensivreihe die Fehler der Defensive eh wieder würde ausbügeln können. So geschehen beim 4:2-Sieg gegen Mainz 05 im Februar 2006. Mann des Tages war dann doch ein Mainzer, wenn auch nur ein halber: Mohamed Zidan – ausgeliehen von, genau, Werder – profitierte bereits nach 14 Sekunden von einem Doppelfehler der Ex-Kollegen Naldo und Andreas Reinke und staubte ab. Selbstverständlich, ohne anschließend nicht auffällig unauffällig zu jubeln, schließlich »will ich im Sommer gerne wieder zu Werder zurückkehren«. Kommentar von Klaus Allofs nach dem Spiel: »Wenn alles normal läuft, spielt Zidan im Sommer wieder in Bremen.« Weil der Fußball nicht normal ist, spielte Zidan nie wieder für den SVW.

26. April 1986
Lothar Matthäus (Bayern München)
13 Sekunden / Bayern München – Borussia Mönchengladbach 6:0
Ein Lothar Matthäus würde in dieser Liste nicht auftauchen, wenn es nicht ein besonderes schnelles Tor gewesen wäre. Nämlich das 1:0 am letzten Spieltag der Saison 1985/86. Beim entscheidenden 6:0-Sieg gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach im Fernduell mit Werder Bremen (Werder verlor mit 1:2 gegen Stuttgart und die Meisterschaft aufgrund der Tordifferenz). Ein Lothar Matthäus darf sich damit über den inoffiziellen Titel des schnellsten Meisterschaftsvorentscheider der Liga-Geschichte freuen.

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