Die Saisonvorschau 2014/15: FSV Mainz 05

Blöd gelaufen

Unsere Saisonvorschau für Mainz 05 will ja gar nicht so kritisch sein. Leider kommen wir nicht um die Ereignisse der vergangenen Wochen herum. Wir machen aber Mut. Womit? Mit Luciano Pavarotti!

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Das ist neu:
Die Krise. Eigentlich wollte man in Mainz trotz einiger Neuerungen alles so machen wie immer. Der Tuchel-Nachfolger Kasper Hjulmand, laut Manager Christian Heidel ein ähnlicher Trainer-Typ wie sein Vorgänger, sollte den Pressing-Fußball der vergangenen Saison verfeinern. Dazu kamen Torwart Stefan Kapino von Panathinaikos Athen, der chilenische WM-Teilnehmer Gonzalo Jara von Nottingham Forest, Daniel Brosinski aus Fürth und Leih-Stürmer FIlip Djuricic von Benfica Lissabon. Kapitän Nikolce Noveski zeigte sich vor dem ersten Pflichtspiel in der Europa League im 11FREUNDE-Interview noch beeindruckt: »Die vier überzeugen durch eine Menge Erfahrung, Abgeklärtheit und spielerische Klasse.« Die heile Welt wurde aber mit dem Saisonstart zerstört. Raus aus der Europa League, raus aus dem Pokal. Schon vor dem Bundesligauftakt herrscht etwas, das man in Mainz eigentlich gar nicht kennt: eine Krise.

Das fehlt:
Wir wollen die Qualitätsfrage gar nicht stellen. Daher sagen wir: es fehlt an Überzeugung! Die Überzeugung, die Thomas Tuchel am Spielfeldrand par excellence vorgelebt hat, ist nicht mehr da. Stattdessen flüchtet man sich schon in Durchhalteparolen. Manager Heidel: »Der Trainer hat unsere volle Rückendeckung. Wir gehen da zusammen durch.« Trainer Hjulmand: »Wir sind noch sehr wackelig. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.« Mittelfeldspieler Johannes Geis ergänzt: »Dem Trainer kann man überhaupt keinen Vorwurf machen. Alle arbeiten sehr akribisch.« Was helfen könnte: Offensive Neuzugänge. Mit Nicolai Müller und Eric Maxim Choupo Moting verließen zwei Stützen den Klub. Bisher kam aber nur der in der Bundesliga unerfahrene Djuricic. Heidel ist auf der Suche, der Markt aber gibt aktuell aber wenig Offensivpower her. Blöd gelaufen.

Das fehlt nicht:
Schon jetzt meckern die Fans. Den Saisonstart hatten sie sich natürlich anders vorgestellt. Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen Asteras Tripolis zeigten sie eine eindrucksvolle Choreografie. Zur Einstimmung auf eine tolle Europapokal-Saison. Eine Woche später mussten sie in Griechenland mit ansehen, wie ihr Klub sich selber aus dem Wettbewerb manövrierte. Im DFB-Pokal sollte die Wiedergutmachung folgen. Beim Drittligisten Chemnitzer FC stand es nach 120 Minuten 5:5 (!), im Elfmeterschießen blamierte sich die Mannschaft und flog raus. Wir formulieren es mal diplomatisch: Es hätte besser laufen können für Mainz 05. Bei den Fans hat das Team jedenfalls ordentlich Kredit verspielt. Und zum Auftakt wartet ausgerechnet der bis in die Haarspitzen motivierte Aufsteiger aus Paderborn.

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