Die Saisonvorschau 2014/15: Borussia Mönchengladbach

Rhythmus, Baby!

Heute geht’s in unserer Saisonvorschau nach Mönchengladbach. Dort weht frischer Wind. Viele Neue, dazu die Möglichkeit zur Teilnahme an der Europa League. Warum trotzdem nicht alles eitel Sonnenschein ist? Wir verraten es euch.

imago

Das ist neu:
Borussia Mönchengladbach darf wieder international ran. Dafür hat Manager Max Eberl auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen. Den Abgang von Torwart Marc-André ter Stegen soll der Schweizer Yann Sommer kompensieren. Für die rechte Abwehrseite verpflichtete Eberl den Hoffenheimer WM-Teilnehmer Fabian Johnson, für die offensiven Außenbahnen kamen André Hahn, Ibrahima Traoré und Thorgan Hazard. Alles schnelle Spieler, die gut am Ball sind. Typisch für die Spielidee von Trainer Lucien Favre. Einen Brecher vorne im Zentrum? Braucht der Schweizer nicht! Sein Team soll das Spiel und Gegner kontrollieren, schnell kombinieren und variabel im Rhythmus sein. Die neue Breite im Kader hat aber nicht nur Vorteile. In den vergangenen Jahren herrschte am Niederrhein meist eitel Sonnenschein. Jetzt drohen Gemurre und Gemeckere. Prominentes Beispiel: Patrick Herrmann könnte vom ersten Auswechselspieler zum ersten Einwechselspieler werden.

Das fehlt:
Der Torwart! Der Abgang von Marc-André ter Stegen könnte für die Borussia zum Problem werden. Das Spiel der Gladbacher stand und fiel mit ihrem Torhüter. Ter Stegen war eine Art Beckenbauer vom Niederrhein, ein Libero, der das Aufbauspiel ankurbelte. Zeitweise sammelte er mehr Ballkontakte als die eigene Offensive. Nun soll der Schweizer Yann Sommer ihn ersetzen. Zwar heißt es in Mönchengladbach, man wolle keine Vergleiche anstellen. Trotzdem wird Sommer bei einigen Fans noch kritisch gesehen. In der Vorbereitung schwächelte Sommer kurz, beim 3:1-Pokalsieg in Homburg spielte er jedoch fehlerfrei. Wer auch fehlt: Juan Arango! Der Venezolaner verlängerte seinen Vertrag nicht, auch weil Favre und Eberl eher auf schnelle Spieler setzen wollten. Wir verdrücken ein Tränchen. Wer soll nun die Zaubertore schießen? Aus 30 Metern mit verbundenen Augen unter der Mauer her ins Torwarteck? Für Arango war das nie ein Problem.

Das fehlt nicht:
Aktuell Thema Nummer eins: Christoph Kramer. Der Weltmeister, noch ein Jahr von Leverkusen ausgeliehen, machte zuletzt klar, dass er nicht unbedingt zur Werkself zurück, sondern selber über seine Zukunft entscheiden wolle. Seine Aussagen (»moderner Menschenhandel«) konterte Bayers Sportdirektor Rudi Völler: »Es würde Christoph sicher guttun, wenn er sich jetzt wieder mehr auf die Spiele mit der Borussia konzentriert.« Ein Ende der Fehde ist nicht in Sicht. Weiteres Streitthema: Ein aufstrebender Jugendspieler will sich zu den Bayern motzen. Der 18-jährige Sinan Kurt hat ein Angebot vom Rekordmeister auf dem Tisch liegen, Gladbach will ihn aber nicht gehen lassen. Seitdem zoffen sich die beiden Traditionsvereine in aller Öffentlichkeit. Kurt selber hatte übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit einen neuen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Darauf gibt der Stürmer aber wenig. Er weigerte sich sogar mit den Borussen ins Trainingslager zu reisen.

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