Die Saison-Vorschau: TSG Hoffenheim

Der wohlriechende Markus Gisdol

Tim Wiese hofft weiterhin auf eine Fluchtmöglichkeit aus Sinsheim, Markus Gisdol macht den Aufnahmeleiter bei »Bauer sucht Frau« und ein neuer Stürmer empfiehlt sich mit falschem Namen. Ansonsten wird alles gut. Die Saison-Vorschau für die TSG Hoffenheim.

Das ist neu:
Anthony Modeste. Der Franzose kam für drei Millionen Euro von Gironidis Bordeaux (zuletzt war er an den SC Bastia ausgeliehen). Außerhalb des Strafraums soll er so viel Gefahr ausstrahlen wie ein Hippie-Festival, im Strafraum gilt er allerdings als Bomber. Vergangene Saison hat Modeste 15 Buden in der Ligue 1 gemacht – und somit drei Tore mehr als alle TSG-Angreifer in der vergangenen Bundesliga-Saison zusammen. Ein Problem ist natürlich sein Name, denn Modeste bedeutet auf Deutsch »bescheiden«. Vielleicht kann er ja mit dem Wolfsburger Neuzugang Nico Granatowski tauschen.

Das fehlt:
Eine Menge Spieler. In Hoffenheim hat vor der Saison das große Ausmisten stattgefunden. Zwölf Profis wurden bereits abgegeben. Dazu kommen Tim Wiese, Tobias Weis, Eren Derdiyok, Edson Braafheid, Matthieu Delpierre und Matthias Jaissle, die schon länger nicht mehr mit den Profis trainieren, sondern mit der »Trainingsgruppe 2«. Die »Bild«-Zeitung empörte sich kürzlich, dass dort sogar Sebastian Hägele trainieren würde. Der ist nämlich eigentlich Praktikant im Nachwuchs-Leistungszentrum. Was viel mehr Sorgen bereiten sollte: Es gibt bislang keine Abnehmer für die Spieler – sogar die 11FREUNDE-Betriebsmannschaft ist dicht.

Das fehlt nicht:
Tim Wiese. Natürlich: Eigentlich fehlt er. Die Frage ist nur: Vermisst ihn jemand bei der TSG? Noch vor einem Jahr war Wiese Deutschlands dritter Torhüter bei der EM, wäre beinahe bei Real Madrid gelandet und kam nach Hoffenheim mit der Referenz von über 250 Bundesliga- und 24 Champions-League-Einsätzen. Jetzt hat er einen Marktwert von einer Million Euro – so viel wie der Torhüter vom FSV Frankfurt (Patric Klandt). Immerhin eine Sache erinnert noch an früher: Tim Wieses Homepage, auf der er sich präsentiert wie das fünfte Mitglied von Caught In The Act, die ihre Karriere beendeten, als Tim Wiese seine begann (1998).


Wenn diese Mannschaft ein Promi wäre, dann dieser:
Inka Bause. Die gut gelaunte Moderatorin kündigt in ihrer Sendung gerne romantische Philatelisten, verträumte Viehhirten oder gefühlvolle Hobby-Zoologen an. Wir sind uns nach wie vor sicher: Die komplette Sendung wird auf dem Hang neben dem TSG-Trainingsgelände in Zuzenhausen gedreht. Aufnahmeleiter ist der wohlriechende Markus Gisdol, Kabelhalter der zärtlich-frisierte Tim Wiese.

Das 11FREUNDE-Orakel:
Die TSG hat sich bei verschiedenen Sommerpausen-Tests erstaunlich gut geschlagen. Hoffenheim gewann gegen Apoel Nikosia (3:0), und Olympiakos Piräus (4:1), gegen Athletic Bilbao hielt man immerhin ein 0:0. Im DFB-Pokal schoss die TSG dann Aumund-Vegesack mit 9:0 aus dem Stadion, was durchaus bemerkenswert ist, schließlich begann die letztjährige Horrorsaison der TSG mit einer 0:4-Pokal-Pleite beim Oberligisten Berliner AK. Sowieso scheint in Hoffenheim nach der Last-Minute-Rettung in der Relegation wieder sehr viel Optimismus zu herrschen. Trainer Markus Gisdol gibt sich ziemlich entspannt: »Wir sind gut vorbereitet«. Klingt alles in allem nach dem guten alten Kraichgau-Idyll bzw. nach Platz 11.

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