Die Saison-Vorschau: Eintracht Frankfurt

Ohne Oka, ohne mich

Nicklas Bendtner wird seinen Sportwagen woanders parken müssen, Oka Nikolov ist auch nicht mehr da. In unserer Saison-Prognose wagen wir den Ausblick, ob Eintracht Frankfurt nicht bereits als erster Absteiger feststeht.

Das ist neu:
»Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom, in Kopenhagen schellt das Telefon…«. Lieder wie diese werden am Main neuerdings des Öfteren einstudiert. Die Adler haben sich im Jagdflug auf einen Europapokal-Platz niedergelassen und wollen in der Europa League für Aufsehen sorgen. Helfen sollen dabei u.a. die Freiburger Johannes Flum und Jan Rosenthal. Die wissen schließlich wie man begeisterungsfähigen Fußball spielt. Und mit Joselu wurde ein Stürmer ausgeliehen, der perfekt ins Frankfurter Anforderungsprofil passt. Andernorts aussortiert, eine riskante Verpflichtung und trotzdem immer für ein Tor gut (siehe Srdjan Lakic).

Das fehlt:
Oka! Die Institution in Frankfurt wird nicht zu ersetzen sein, auch nicht vom 21-jährigen Neuzugang Felix Wiedwald. Oka Nikolov wechselte nach dem Saisonende zu Philadelphia Union in die amerikanische Major League. Die Fans vermissen ihre Ikone, die Auswechselbank ihren treuesten Abonnenten. 22 Jahre hütete Nikolov das Tor der Eintracht - zumindest wenn auf dieser Position mal wieder Bedarf bestand. In Zeiten, in denen sich Stammkeeper kiloschwere Lampen bei Werbedrehs auf ihre Hände fallen lassen, wird dieser Rückhalt wahrlich fehlen.

Das fehlt nicht:
Nicklas Bendtner. Der nachtklubliebende Hobbyraser hätte die ruhige, fast idyllische Main-Metropole nur unnötig durcheinander gewirbelt. Denn Glamoureffekt hin oder her, der Däne schoss in der vergangenen Saison genau NULL Tore für Juventus Turin. Und einen 1,95 Meter großen Offensivbrecher besitzt die Eintracht bereits, also wird Alex Meier nach fünf Spieltagen die schwelenden Gerüchte um den chronischen Falschfahrer vergessen lassen.

Wenn diese Mannschaft ein Promi wäre, dann dieser:
Hans Zimmer. Dieser Mann hat alles gewonnen: Oscars, Gloden Globes, Grammys. Und trotzdem könnte er uns im Supermarkt in Bornheim Mitte anrempeln und wir würden dem erfolgreichsten Soundtrack-Schreiber aller Zeiten (Batman, Inception, Gladiator etc.) ahnungslos freundlich verzeihen. So ist es eigentlich auch mit Eintracht Frankfurt. Man hört nur Gutes, aber ein genaues Bild haben wir beim Stammtisch-Gespräch nicht vor Augen.

Das 11FREUNDE-Orakel:
In der vergangenen Saison noch unser Abstiegskandidat Nummer Eins, trauen wir der Eintracht auch in diesem Jahr wieder alles zu. Natürlich belasten die englischen Wochen dank Europa League doppelt, doch die Mannschaft gilt ja derzeit als Jungspund unter den Bundesligisten. Ein tadelloser und etwas langweiliger Mittelfeldrang sollte es schon werden. Platz 10.

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