Die Saison-Vorschau: 1. FC Nürnberg

Heeeeeeeeelga!

Es ist wie immer: Nürnberg muss seine besten Spieler ziehen lassen und wappnet sich für den Abstiegskampf. Doch dann kam ein Drei-Millionen-Mann aus der Schweiz und macht alles ein kleines bisschen anders.

Das ist neu:
Nürnberg investiert. Und zwar richtig. Basierte das Erfolgsrezept des Clubs in den vergangenen Jahren doch oft auf Leihspielern und cleveren Low-Budget-Transfers, hat man sich diesmal den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte geleistet. Josip Drmic kam für drei Millionen vom FC Zürich, was angesichts des Transferwahnsinns, der bei anderen Klubs in diesem Sommer abging, darauf schließen lässt, dass der Club noch immer kleine Brötchen backt. Gut so.

Das fehlt:
Timmy Simmons. Der Belgier ackerte wie zwei Brauereipferde und lief länger als ein durchschnittlicher Traktormotor, was dazu führte, dass Simmons in drei Jahren beim Club in jeder Partie in der Startelf stand und lediglich 50 Minuten Spielzeit verpasste. So wurde Simmons fast schon automatisch zum Publikumsliebling im Frankenland. Dumm nur, dass der 36-Jährige auch ein bisschen unter Heimweh litt. Jetzt spielt er sich beim FC Brügge in Richtung Fußballrente.

Das fehlt nicht:
Der Kampf gegen Windmühlen. Klingt traurig, hat aber in Nürnberg längst Tradition: Immer wieder schafft es der Club mit verhältnismäßig kleinem Budget sicher die Klasse zu halten und immer wieder werden dann die besten Spieler weggekauft. Misimovic, Kießling, Gündogan, Wollscheidt, Klose –  das sind nur einige Topspieler, die Nürnberg nach überragen Leistungen in den vergangenen Jahren nicht halten konnte. Pünktlich wedelt nun die halbe Premier League mit den Geldscheinen, um den Japaner Hiroshi Kiyotake auf die Insel zu locken. Aston Villa soll sogar acht Millionen Euro geboten haben. Nach dem Pokal-Aus gegen Sandhausen sollte man sich in Nürnberg aber gut überlegen, ob man den Topvorbereiter ziehen lässt.


Wenn diese Mannschaft ein Promi wäre, dann dieser:
Helga Beimer. Sie ist irgendwie immer da (seit Folge 1 bzw. Gründungsmitglied), lebt sparsam vor sich hin (s. »Was ist neu«), lässt sich nicht von Rückschlägen unterkriegen (Hans, Klausi bzw. Ausverkauf) und leistet sich kaum schlimme Aussetzer. So wurde Helga Beimer in der Lindenstraße zur »Mutter der Nation« und der 1. FC Nürnberg zu einer der wenigen Konstanten in der Bundesliga-Historie.

Das 11FREUNDE-Orakel:
Nur die wenigsten Klubs können zwei Gewissheiten miteinander vereinen: Sie spielen gegen den Abstieg und sie bleiben am Ende relativ souverän drin. Bei Nürnberg geht das. Platz 14.

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