16.11.2012

Die Nominierten für das Tor des Jahres 2012

Puskás wirklich sein?

Seite 2/2: Physik ist was für Streber
Text:
Bild:
Imago

Gastón Mealla
Wie bestraft man einen Gegner, der sich großkopfert »The Strongest« nennt? Richtig, mit dem Scorpion Kick. Dieser exotische Move trägt seinen Namen völlig zu Recht, denn nicht nur der Bewegungsablauf ist dem des stechenden Skorpions ähnlich, auch sieht man einen Scorpion-Kick in unseren Breitengraden ähnlich selten wie einen echten Skorpion. Da kann sich Marcell Janssen die Epidermis vom Fleisch tätowieren lassen: Diese Hütte bekommt er nicht hin. Wetten?




Lionel Messi
Wenn man Lionel Messi beim Kicken zusieht, hat man nicht selten das Gefühl, man hätte sich aus Versehen auf die Fernbedienung gesetzt und spule vor. Zum einen, weil er so wieselflink ist, zum anderen, weil einem der Ablauf von Austänzeln, nach Innen ziehen und Abschließen mittlerweile so vertraut ist.  Mit seinen kleinen, schnellen Schritten wirkt dieser kleine, schnelle Weltklassespieler wie eine Nähmaschine in Fußballerform: Tackatackatackatackatackatacka, Schuss, Tor




Neymar
Brasiliens Nachwuchspfau Neymar ist in jungen Jahren schon Stammgast beim Puskás-Award. Nach 2010 und 2011 ist Neymar nun das dritte Mal für das schönste Tor des Jahres nominiert. 2011 gewann er den Preis mit einem Solo, bei dessen Betrachtung der halben 11FREUNDE-Redaktion schon die Adduktoren rissen. Ähnlich mühelos kurvt sich Neymar auch im diesjährigen Video durch die Abwehrreihen. Wir ahnen es: Er wäre auch ein herausragender Skifahrer geworden.




Moussa Sow
Ein schönes Tor. Wirklich. Das Problem dabei: Zlatan Ibrahimovic hat unsere Standarts bei Fallrückziehern vorgestern für immer verdorben. Ein Fallrückzieher, schönschön, schon klar. Aber aus so einer Nicht-Distanz? Da zucken wir mit den Schultern und gähnen. Kann ja jeder.




Miroslav Stoch
Physik ist was für Streber, denkt sich Miroslav Stoch und jagt den Ball deshalb volley und in einer bananenhaften Flugkurve ins Eck. So einen Eckball vom Sechzehner direkt ins Tor zu prügeln sieht bei Stoch so einfach und selbstverständlich aus, dass man glatt vergisst, dass in der Praxis 99 von 100 versuchen im Oberrang landen. Nicht der Knaller von Stoch. Respekt.

 
 
 
 
 
12
Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden