Die letzten wichtigen Fragen an die Liga

»...und wer nimmt Stefan Effenberg?«

Bayern ist lange schon Meister, die CL-Plätze sind vergeben und eine Handvoll Mannschaften mühen sich um die Europa-League-Plätze oder stemmen sich gegen den Abstieg. Langweilig? Unsere Leser finden: Nein! Sie schickten uns in den vergangenen Tagen immer wieder Fragen. Lest hier die Antworten.

Thomas J., Kiel:
Was macht Jupp Heynckes nach dem 34. Spieltag?

Du fragst Sachen! Weil wir es auch nicht wissen, fragen wir einfach weiter: Warum übernimmt er nicht Manchester United? Oder doch Dortmund, wenn Klopp Fergusons Nachfolger wird? Oder was ist mit dem Trainerposten auf Schalke? Oh, nein, da ist ja schon Stefan Effenberg. Aber auch nur, wenn Jens Keller mit S04 Vierter wird. Ach, Jupp, das mit dem Fußball ist doch alles viel zu kompliziert geworden. Setz dich bei einem Triple mit deinen Pokalen einfach zur Ruhe und genieße es, der erfolgreichste Bayern-Trainer aller Zeiten zu sein.
 
Kerstin S., Ort unbekannt:
Was bedeutet Alex Fergusons Rücktritt für die Bundesliga?
Zum einen bedeutet es natürlich, dass Thomas Schaaf neben Arsène Wenger der einzige aktive Trainer ist, der über 13 Jahre ein und denselben Verein trainiert. Andererseits heißt es: Eine verdammt geile Arbeitsstelle wird frei. Und es gibt einige ehemalige Bundesligatrainer (und -spieler), die sicherlich nichts dagegen hätten, mal wieder als Klubtrainer zu arbeiten:
 
Lothar Matthäus
Otto Rehhagel
Winfried Schäfer
Thomas Doll
Reinhard Saftig
Rudi Gutendorf
Michael Oenning
 
Wir haben diese Liste heute Vormittag an die Geschäftsstelle von Manchester United gefaxt.
 
Samuel P., Bamberg:
Welchen Spieler holt der FC Bayern noch aus der Reserve?

Da seit dem 28. Spieltag die Meisterschaft entschieden ist und der FC Bayern auf zwei weiteren Hochzeiten tanzt, stellte Jupp Heynckes in der Saison-Spätphase immer wieder weniger bekannte Spieler auf. So etwa Emre Can, der in den letzten vier Spielen viermal zum Einsatz kam – und gegen Freiburg sogar den 1:0-Siegtreffer erzielte. Und dann war da noch Pierre Emil Höjbjerg, der vor einem Jahr von Bröndby IF zum FC Bayern kam. Höjbjerg machte sein Debüt am 13. April gegen den 1. FC Nürnberg. Einmal sagte er: »In diesem Trikot darfst du nicht verlieren, dich nie aufgeben. Es ist eine Ehre, dieses Emblem auf der Brust tragen zu dürfen.« Ein Satz wie aus dem Bayern-Bilderbuch.
 
Fehlen aus dem aktuellen Profi-Kader also nur noch vier Spieler ohne Einsatz: Patrick Weihrauch, Vladimir Ranković, Maximilian Riedmüller und Lukas Raeder. Wer darf diese oder nächste Saison debütieren? Wir orakeln: Pierre Emile Hojbjerg. Obwohl sich der Däne sehr bescheiden gibt (»Ich kann froh sein, dass ich mitspielen und die Bälle tragen darf«), stehen seine Chance sehr gut zumindest in der kommenden Saison der erste neue Youngster zu werden. Es heißt, Pep Guardiola soll den 17-jährigen Mittelfeldspieler schon mehrmals beobachtet haben und sehr angetan gewesen sein.

Elvis K., Hamburg:
Wer gewinnt das Europa-League-Schneckenrennen?

Der HSV gibt sich seit einigen Wochen alle Mühe, ja nicht den sechsten Platz zu erreichen. Dummerweise spielt die Konkurrenz nicht richtig mit – Freiburg, Gladbach und Frankfurt lassen auch regelmäßig Punkte. Wer gewinnt also das Schneckenrennen? Niemand? Das wäre schlimm.
 
Wobei so schlimm dann wieder auch nicht, schließlich könnte man sich Reisen nach Baryssau, Machatschkala, Charkiw oder Dnipropetrowsk ersparen. Orte, die so einladend klingen wie eine Baustelle auf einer Verkehrsinsel in einer Plattenbausiedlung. Dann doch lieber donnerstags den neuen Ben-Stiller- oder Shrek-Film im Kino gucken.

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