29.12.2013

Die Highlights des Jahres, Teil 2: April-Juni

Spieler, die wie Ziegen schreien

Seite 2/3: Der Mai
Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
imago

MAI

Aufreger des Monats: ZDF nennt das Champions-League-Endspiel »Germanico«
Deutscher Clasico, Wembley Calling, Gigantenduell oder einfach nur: Finale – das ZDF rief zum Wettbewerb auf, um dem deutschen Champions-League-Finale den richtigen Namen zu verpassen. Am Ende entschied man sich für den Namen »Germanico«, der in etwa so fluffig über die Lippen kommt wie das Wort Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz (das übrigens im Juni 2013 gekippt wurde und damit seinen Titel als längstes Wort in der deutschen Sprache verlor – Fun Fact Ende). Und sofort empörte sich die gern empörte Öffentlichkeit über dieses Wortungetüm »Germanico«, benutzte es dann aber trotzdem. Leider fiel uns das passendste Wort für diese Veranstaltung erst ein, als Paul Breitner und Lars Ricken bei der Pre-Show des Champions-League-Finals in Ritterrüstungen auf den Rasen traten. Dabei wäre es ganz einfach gewesen. Es lautete: Zirkus!

Spieler des Monats: Thomas Müller
Thomas Müller ist uns ein Rätsel. Denn oftmals wirkt der Mann, als wüsste er nicht so recht, was er da mit dem Ball anstelle. Und dann, wenn man gerade so richtig über ihn ablästern will, schießt er den FC Barcelona im Alleingang aus dem Champions-League-Halbfinale. Müller lief im letzten Monat der Saison dermaßen heiß, dass die 11FREUNDE-Grammatikredaktion (ein Papagei, ein Affe und ein altes Pferd) kurzerhand einen eigenen Modus für seine Leistungen erfand: den Müllerativ.

Video des Monats: Spielverzögerung auf Englisch
Und während sich hierzulande alle für die neue, deutsche Spielkultur die Schultern wund klopften, zeigten die Ordner beim FC Chelsea bereits die modernste Form des Verteidigens. Durch das kleine bisschen Gemütlichkeit  trieben sie Basels Eckenschützen Marcelo Diaz an den Rand der Verzweiflung.



Schlagzeile des Monats: Ferguson verlässt Manchester United
Alex Ferguson stand 27 Jahren lang wie kein Zweiter für Manchester United und dessen Erfolge. Doch am 8. Mai 2013 erkannte der Schotte, dass er etwas müde, etwas satt und vielleicht auch etwas enttäuscht von der Entwicklung seines Klubs war. Er nahm den Hut, aber nicht ohne seinem Nachfolger einen richtig dicken Brocken auf die Schulter zu legen. Zitat: »Mir war es wichtig, die Mannschaft in einem bestmöglichen Zustand zu übergeben. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen. Die Qualität dieser Mannschaft sowie deren Altersstruktur garantieren gegenwärtig weitere Erfolge auf höchstem Niveau, und die Strukturen im Nachwuchsbereich werden dem Verein auch langfristig eine große Zukunft bescheren.« Na dann, viel Erfolg, David Moyes!

 
 
 
 
 
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