28.12.2013

Die Highlights des Jahres, Teil 1: Januar - März

Pep, Lothar, Giggs

Seite 3/3: März
Text:
Maximilian Greschak
Bild:
imago

März 2013

Aufreger des Monats: Wahl zum »Coach of the Year« gefälscht
Zu Beginn des Jahres wurde Vincente del Bosque offiziell zum Trainer des Jahres gewählt. Doch der EM-Titel, zu dem der überzeugte Schnauzbart-Träger mit dem versteinerten Gesichtsausdruck die spanische Nationalmannschaft im Jahr zuvor führte, reichte dem zweitplatzierten José Mourinho ganz und gar nicht als Begründung für den Sieg. Für »The Special One« gab es - wer hätte es anders erwartet - nur einen, der die Auszeichnung verdient gehabt hätte: José Mourinho. Zwei Monate nach der Wahl erhob der Portugiese im März schwere Vorwürfe gegen die Fifa: Seine Stimmen hätte man einfach unter den Tisch fallen lassen oder gar einen der anderen Nominierten zugute kommen lassen. Einen großen Unterstützer der Verschwörungstheorie fand Mourinho vor allem in Goran Pandev. Der Mazedonier zeigte sich entrüstet darüber, dass die FIFA behauptete, er hätte für del Bosque gestimmt und nicht für seinen ehemaligen Coach. Kurz darauf veröffentlichte der Verband das Bild seines Wahlscheines. Zu sehen: Pandevs krakeliger Haken hinter dem Namen von del Bosque.

Spieler des Monats: Ryan Giggs
Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Es gibt allerdings Spieler, die sollten am liebsten so lange spielen bis sie umfallen - und noch länger. Ryan Giggs ist einer von ihnen. Im März, kurz vor seinem tausendesten (!) Premier-League-Spiel gab die Vereinslegende bekannt noch ein weiteres Jahr bei ManUnited dran zu hängen und verlängerte den auslaufenden Vertrag. Seit dieser Saison fungiert Giggs nun als Spielertrainer, um sich, wenn es dann doch mal hart auf hart kommt, in lässiger Günther-Netzer-Manier spontan selber einzuwechseln. Wir verneigen uns und bedanken uns beim Fußballgott, dass uns Giggs auf dem Platz noch ein Weilchen erhalten bleibt.

Video des Monats:
»Gönn´ dir einen!«, sagte sich Mor Diouf aus der südafrikanischen Premier Soccer League und hielt einfach mal tief aus der eigenen Hälfte drauf. Keine schlechte Idee: Sein Tor aus geschätzten 88 Metern brachte den Sieg für »Supersport United«. Ausschweifender Torjubel? Nicht mit Diouf. To cool for school.




Schlagzeile des Monats: »Fürth will Matthäus«
Der Rekordnationalspieler brachte sich in den vergangenen Jahren bei ungefähr jedem Verein ins Gespräch, der über mindestens elf Spieler und einen Fußballplatz verfügt. Und während alle darauf warteten, dass Lothar Matthäus verkündete, er wäre der geeignete Mann dafür, Lothar Matthäus in Zukunft zu trainieren, erreichte uns aus Fürth eine Hammermeldung: Als Nachfolger des gefeuerten Mike Büskens stand  Matthäus ganz oben auf der abstiegsbedrohten Spielvereinigung. Doch noch bevor sich der 52-Jährige aus seinem flauschigen Sky-Experten-Anorack pellen konnte, um sich in grün-weiß einzukleiden, gab es schon die ersten Dementis aus dem Lager von Greuther Fürth. Die Verantwortlichen schienen es sich dann doch anders überlegt zu haben, nahmen von einer Verpflichtung Abstand. Lothar Matthäus hingegen bestand darauf, dass er dem Verein eine Absage erteilt hätte und fügte in aller Dramatugie, die man von ihm gewohnt ist, hinzu: »Es ist Zeit, dass die Fußballwelt die Wahrheit erfährt.«

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