31.12.2012

Die Highlights des Jahres #4: Oktober - Dezember

Magath, Allofs, Ibrakadabra

Seite 2/3: November 2012
Text:
Bild:
Imago

Aufreger des Monats: Klaus Allofs
Das war wirklich ein dickes Ding. Als nach dem Ende der Regentschaft von Alleinherrscher Felix Magath das Management des VW Wolfsb..., äh, des VfL Wolfsburg neu strukturiert werden musste, fiel die Wahl der Bosse auf Klaus Allofs vom Konkurrenten Werder Bremen. Nach etwa einer Woche Gerangel um das Bremer Urgestein tauschte Allofs kurzerhand die grünen Ws, im Gegenzug wechselte ein wenig Kleingeld aus der VW-Portokasse auf das klamme Konto der Bremer. Dass ein Manager, zudem noch ein derart integrer und im Verein verwurzelter wie Allofs, mitten in der Saison ohne mit der Wimper zu zucken zu einem Konkurrenten wechselt, hat schon ein Geschmäckle. Und auch Allofs selber wirkte in seinem tagelangen Fragen-Ausweich-Marathon eher ungelenk.


Spieler des Monats: Thomas Müller
Eben erst verlängerte Bayerns Sympathie- und Leistungsträger seinen Vertrag beim Rekordmeister bis 2017 - ohne Ausstiegsklausel. Die Münchner haben sich damit einen großen Gefallen getan, denn Müller vermittelt den oft unbeliebten Branchenprimus aus Bayern durch seine spaßvogelige Art auch bei den Anhängern vieler anderer Vereine. Vor allem aber ist der Mann mit den fußballeruntypisch dünnen Beinen sportlich auf direktem Weg in die Weltklasse. Im Laufe der Hinrunde schwang sich Müller beim souveränen Tabellenführer zum Topscorer auf. Neun Tore und neun Vorlagen sind eine ziemliche Wucht, die auch beim FCB nicht ohne weiteres zu ersetzen wäre.


Video des Monats:
Mit Toren verhält es sich wie mit den Tieren in George Orwells »Animal Farm«: Für die Ergebnistrainer unter uns sind sie alle gleich. Für die Fußballästheten aber sind manche Tore eben gleicher als andere. Das wohl gleichste, entschuldigung, das wohl geilste Tor des Jahres schoss sicherlich Zlatan Ibrahimovic bei seiner denkwürdigen One-Man-Show im Freundschaftsspiel gegen England. Da schoss der Schwede nicht nur all vier Tore zum 4:2-Sieg der Allsvenskan, sondern sorgte mit seinem Fantasie-Fallrückzieher aus fast 30 Metern für ein unglaubliches Highlight. Schön auch der Kommentar, oder besser: der Ausraster des englischen Kommentators Stan Collymore:




Schlagzeile des Monats: »Hitzfeld holt den Stinkefinger raus.«
Im WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen lief es so gar nicht für Ottmar Hitzfeld und seine Schweizer. Nach dem mauen 1:1 ließ sich Hitzfeld zur Gossen-Geste Nummer 1 hinreißen und zeigte dem spanischen Schiri Fernandez Borbalan den Stinkefinger. Und das gleich zwei Mal. Wer das Bild vom stets höflich und beherrscht daherkommenden Meistertrainer, das Hitzfeld hierzulande hinterlassen hat, nicht verlieren möchte, der kann sich überlegen, ob er seiner Erklärung Glauben schenken mag. Er sei, so Hitzfeld, unglaublich wütend auf sich selbst gewesen und habe sich aus lauter Verärgerung den Mittelfinger selber gezeigt. Achso. Na klar.

Nur Text
Nur Bild
 
 
 
 
 
 
123
Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden