30.12.2012

Die Highlights des Jahres #3: Juli - September

Sammer, Davies, Szabolcs Huszti

Das Jahr in dem die Welt untergehen sollte, hatte in der Welt rund um den Fußball noch einiges zu bieten. 11FREUNDE hat nochmals jeden Monat einzeln unter die Lupe genommen, um Aufreger, Spieler, Video und Schlagzeile des Monats zu küren. Das Jahr 2012: Teil 3.

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Juli 2012



Aufreger des Monats: Matthias Sammer
Einen Tag nach dem EM-Finale, gerade als man dachte, die Fußballwelt ließe einen nun erstmal entspannen, tauschte Ex-Feuerkopf und Ab-und-zu-noch-Motzki Matthias Sammer seinen Job beim DFB gegen den Sportdirektorenposten beim FC Bayern München. Schnell stand die Frage im Raum, ob die Anwesenheit des Alphatierchens Sammer an der an Alphatieren nicht eben armen Säbener Straße tatsächlich eine gute Idee sei oder ob nur eine Frage der Zeit, bis sich die FCB-Granden mit den Geweihen verhaken würden. Nachdem der Rekordmeister problemlos durch die Hinrunde glitt wie ein warmes Messer durch die Butter, lässt sich konstatieren: Das war eine sehr gute Idee.


Spieler des Monats: Andres Iniesta
Andres Iniesta gehört seit Jahren zum Allerfeinsten, was der Fußball zu bieten hat. Der kleine Spanier mit dem blässlichen Gesicht ist nicht nur im Mittelfeld des FC Barcelona unverzichtbar, sondern war auch beim erneuten Triumph der Spanier bei der Europameisterschaft die prägende Figur. Wurde während der EM noch Italiens Andrea Pirlo gehyped, zeigte Iniesta dem alternden Sechser der Italiener beim 4:0 im Finale, wer im Weltfußball die Hosen anhat. Völlig zu Recht wurde Spaniens Nummer 6 nach dem 4:0-Sieg zum »Spieler des Turniers« gewählt.


Video des Monats
Kennen Sie den? Nein? Der Stümer mit dem volksnahen Kreisliga-Bauch ist Leslie Davies, ein walisischer Stürmer von Bangor City, hier bei seinem Siegtreffer gegen den Ligakonkurrenten mit dem Fantasienamen Caersws 07. Aber Davies ist nicht einfach irgendein Angreifer, der unbeholfen über die ackerigen Plätze der unterklassigen walisischen Liga stolpert. Er ist eine prägende Figur des Spielbetriebs und wurde deshalb in die Favoritenliste für »Europas Fußballer des Jahres« nominiert, neben Fußballgrößen wie Lionel Messi und Christiano Ronaldo. Möglich wurde das durch Journalist Dave Jones, dem die Walisische Liga zu wenig Aufmerksamkeit bekam. Herrlich absurd.




Schlagzeile des Monats: »Maradona ignoriert seine Entlassung«
Der Trainer Maradona ist vom Glanz des Spielers Maradona so weit entfernt wie die 11FREUNDE-Redaktion von Al-Wasl. Genau dort endete nämlich Mitte Juli Maradonas Trainertätigkeit. Das »El Diéz« den eigenen Abstieg nicht so richtig mitbekommmen hat und sich der Trainer Maradona im Selbstverständnis Maradonas nicht vom Spieler Maradona unterscheidet, zeigt seine Reaktion auf die Entlassung. Maradona weigerte sich nämlich schlicht, den Trainerposten zu verlassen. Er habe nicht die Absicht, seinen Posten zu räumen, ließ Maradona wissen. Wie es sich für einen egozentrischen Weltklassemann gehört, teilte er dies der Öffentlichkeit natürlich stilsicher per Kommuniqué mit. Half aber auch nichts, Schluss war trotzdem.

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