Die Highlights der Europapokal-Qualifikation

Im Mannschaftsflieger in die nächste Runde

In der dritten Qualifikationsrunde zur Champions und Europa League könnte es den einen oder anderen Favoriten treffen. Wir haben die Highlights der Quali-Spiele rausgesucht. Wer muss frühzeitig gehen? Welche kuriosen Geschichten schrieben die Hinspiele?

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Champions League – 3. Qualifikationsrunde
Dienstag, 5. August

Maccabi Tel Aviv - NK Maribor (Hinspiel: 0:1)
Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage in Israel wurde das Rückspiel nach Zypern verlegt. Im Antonis-Papadopoulos-Stadion in Larnaka versucht NK Maribor den knappen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel zu behaupten. Bei Maccabi sollen u.a. die beiden Ex-Bundesligaspieler Gal Alberman (Gladbach) und Rade Prica (Rostock) für den Umschwung sorgen. Der Klub setzt übrigens trotz der 330 Kilometer Luftlinie zwischen Larnaka und Tel Aviv auf die Unterstützung seiner Fans. Nach tagelangen Verhandlungen sicherte er den treuesten Fans einen Direktflug nach Larnaka. Weil Urlaubszeit ist und momentan ohnehin nur wenige Flüge aus Israel starten, subventioniert der Klub die überteuerten Preise. Also zahlen die Fans »nur« 250 Euro – für Flug und Ticket.

Mittwoch, 6. August

Red Bull Salzburg - FK Qarabağ Ağdam (Hinspiel: 1:2)
Bereits zum siebten Mal versuchen die Salzburger nun schon die Gruppenphase der Champions League zu erreichen. Bis heute liegt die Erfolgsquote bei null Prozent. Und auch in diesem Jahr sieht es nicht sonderlich rosig aus. Die Brause-Truppe aus Österreich verlor das Hinspiel beim aserbaidschanischen Teilnehmer FK Qarabağ Ağdam überraschend mit 1:2. Während die RB-Mannschaft einen stattlichen Marktwert von 66,75 Millionen Euro auf die Waage bringt, weist der Kader des aktuellen Meisters Aserbaidschans nur 10,63 Millionen Euro auf. Trotzdem siegte das Team, dessen Trainer auf den kuriosen Namen Gurban Gurbanov hört. Wird das Rückspiel ähnlich kurios wie die Partie vor einer Woche, steht reichlich Action bevor. Damals gab es bereits drei Platzverweise.

Celtic Glasgow - KP Legia Warschau (Hinspiel: 1:4)
Was war denn da los? Im Hinspiel kassierte Schottlands Rekordmeister Celtic eine empfindliche 1:4-Klatsche. Besonders erleichtert wird Legia-Kapitän Ivica Crdoljak über das Ergebnis gewesen sein. Er verschoss gleich zwei Elfmeter. Zunächst setzte er den Ball neben das Tor, dann parierte Celtic-Schlussmann Fraser Forster. Der war nach dem Spiel übrigens sichtlich angefressen ob der bescheidenen Vorstellung seiner Vorderleute. Vielleicht hätte sich Foster aber auch denken können, wie es aktuell um seine Kollegen steht. Ende Juli trennte sich Celtic in einem Testspiel 1:1 von Drittligist Dynamo Dresden, beim Zweitligisten FC St. Pauli unterlag man sogar 0:1. Im Rückspiel brauchen »The Bhoys«, die zuletzt zweimal hintereinander in der Gruppenphase der Champions League standen, nun ein Wunder.

Zenit St. Petersburg - AEL Limassol (Hinspiel: 0:1)
Im letzten Jahr kämpfte der Gazprom-unterstützte Klub aus St. Petersburg gegen Borussia Dortmund noch um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Nun droht schon vor den Play-offs das Aus. Der Verein der Polit-Edel-Fans Wladimir Putin und Dimitri Medwedew unterlag 0:1 bei AEL Limassol auf Zypern – und verlor obendrein auch noch Mittelfeldmotor Axel Witsel, der mit Rot vom Platz flog. Nun soll das sündhaft teure Team von Trainer André Villas-Boas vor heimischem Publikum die Kehrtwende schaffen. Das Problem: Die WM-Teilnehmer Hulk, Garay, Criscito oder Kerzhakov wirken noch nicht fit, die Mannschaft ohnehin schlecht eingespielt. Auf dem Papier sollte der 217 Millionen Euro teure Kader zwar weiterkommen können. Doch was heißt das im Fußball schon?

Europa League - 3. Qualifikationsrunde
Donnerstag, 7. August

Asteras Tripolis - Mainz 05 (Hinspiel: 0:1)
Die Euphorie war groß, der Ansturm fantastisch. Trotzdem mühte sich Mainz 05 im Hinspiel gegen den griechischen Teilnehmer Asteras Tripolis nur zu einem 1:0 – ein Arbeitssieg. Bis zu 300 Fans wollen nun zur Unterstützung mit nach Griechenland reisen - 90 von ihnen im Mannschaftsflieger. Der startet am Mittwoch vom Flughafen Frankfurt-Hahn und fliegt unmittelbar nach Spielende zurück. Geschätzte Kosten für Flug, Eintrittskarte, Verpflegung und Appartement in der 31.000-Einwohnerstadt Tripoli: 500 Euro. Trotz des Hinspiel-Sieges sollten alle Mainz-Anhänger nur vorsichtig optimistisch sein. Vor drei Jahren verabschiedete sich der FSV in der dritten Quali-Runde aus der Europa League, 2005 schied der Verein eine Runde später aus.

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