Die größten Fußball-Skandale

Koks, Frauen, Fußball

Paolo Guerrero hat sich mit seinem Flaschenwurf ungewollt in die Sphären der großen und kleinen Skandale gehievt. Seine Attacke auf einen Fan wird in keinem Rückblick fehlen. Eine kleine Übersicht der großen Fußball-Skandale. Die größten Fußball-Skandale

Diego Maradona

Genial, gedopt, gefürchtet: »El diez« war und ist noch immer für einen satten Ausrutscher gut. Gar nicht lange ist es her, da forderte er als Trainer der argentinischen Nationalmannschaft anwesende Journalisten zum gepflegten Oralverkehr auf, um sich für die bösen Worte der Schreiberlinge zu rächen. Charmeur Diego verlor selbst bei diesen rauen Sätzen seinen Anstand nicht: Bei den ebenfalls erstaunt lauschenden weiblichen Reportern entschuldigte er sich gleich im Nebensatz. DEN Skandal seiner Karriere leistete sich Maradona allerdings schon 1986, im WM-Spiel gegen England hob er sein zartes Fäustchen und bugsierte den Ball ins Tor. Auf der Insel haben sie ihm das bis heute nicht verziehen.  

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Christoph Daum


Na klar, Christoph Daum. Wie langweilig wäre die Bundesliga ohne den sympathischen Volkstribunen, der sich zu legendären Wortgefechten mit rotgesichtigen Süddeutschen ebenso reizen ließ, wie zu nachträglichen Schuldeingeständnissen. Seine Haarprobe und die intensiven Unschuldbeteuerungen sind natürlich legendär und das Schöne ist: In Köln vergeben sie dem Übungsleiter (aktuell nicht in Köln) eigentlich immer. Als Daum nach jahrelanger Abstinenz wieder als Coach am Rhein anheuerte, spielten sich überwältigende Szenen ab: »Alte Männer schrien meinen Namen, junge Mütter reichten mir ihre Babys über den Zaun, damit ich sie berühren konnte.«  

Andreas Möller


Der Erfinder der Schutzschwalbe darf in keinem skandalösen Rückblick fehlen, zu schön waren Ausführung und nachträgliche Erklärung seiner Schwalbe gegen den armen KSC-Recken Dirk Schuster. Der hatte sich im Strafraum ganz vorsichtig dem flinken Möller genähert und dabei offenbar ein bereits installiertes Alarmsystem aktiviert: Möller flog, segelte, schoss auf gen Himmel und kam erst wieder runter, als ihn das Sportgericht zu einer empfindlichen Strafe verdonnerte. Noch heute wehrt der inzwischen bei den Offenbacher Kickers als Manager arbeitende Möller jegliche Nachfragen zu den dramatischen Szenen von damals vehement ab. Er wird schon wissen, warum.  

Stefan Effenberg

Nur gut, dass Berti Vogts nicht Trainer eines x-beliebigen Dorfvereins ist – er hätte in seiner Karriere mehr Spieler wegen unflätigen Verhaltens suspendieren müssen, als ihm zur Verfügung gestanden hätten. Es soll ja Kreisklassen in Deutschland geben, da wird ein empor gereckter Mittelfinger als freundliche Geste der Sportlichkeit gewertet. Nicht so bei Vogts und dem DFB, die nach Effenbergs Fingerzeig bei der WM 1994 schleunigst reagierten und den Mittelfeldmann nach Hause schickten. Ob der damalige DFB-Präsi Egidius Braun, offenbar in einer wunderbaren Erdbeerwelt voller gut erzogener Teddys aufgewachsen, Effenberg den Mittelfinger-Schock verziehen hat, war leider nicht in Erfahrung zu bringen.  

Thierry Henry


Fröhliche Herbstausflüge nach Irland wird Thierry Henry in den nächsten 45 Jahren womöglich nicht auf dem Urlaubsplan haben, das ansässige Fußball-Volk würden den Franzosen wahrscheinlich mit tief gefrorenen Kerrygold-Paketen steinigen. Sein Handspiel im entscheidenden Quali-Spiel bedeutete das WM-Aus für Irland und verursachte vor Wut schäumende Zeitungsmacher, die den bis dahin lediglich als ehemaligen Weltklasse-Fußballer bekannten Henry zum Schlächter jeglicher Fairness proklamierten. Was nichts daran änderte, dass Frankreich im Sommer nach Südafrika fahren wird. Und Irland nicht.

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