Die größten Fehleinkäufe aller Zeiten

Weit daneben ist auch vorbei

Poldi, Du bist nicht allein! Schon immer gab es Transfer-Missverständnisse. Mal war man sich eines „Restrisikos“ bewusst, das dann zu trauriger Blüte gelangte, mal kannte man einen Stürmer nur aus Videos. Hier die größten Flops auf einen Blick.
Heft #73 12 / 2007
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1. Alan McInally, FC Bayern

Stellvertretend für all die glücklosen Bayern-Angreifer der Neunziger Jahre, für Michailovic, Mazinho und Jean-Pierre Papin, Mark Hughes, Lars Lunde und Brian Laudrup. Der Schotte brachte es in drei Jahren auf gerade einmal 40 Spiele und zehn Tore und irrlichterte zumeist hilflos im Sturm umher. Immerhin: der gute McInally ist inzwischen ein formidabler Fernsehkommentator bei »Sky Sports«.

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2. Lilian Laslandes, 1. FC Köln

Der frühere französische Nationalspieler Laslandes sollte zusammen mit desaströsen Kickern wie Rigobert Song und Marc Zellweger den FC 2002 vor dem Abstieg retten. Die Bilanz war jedoch ernüchternd. Fünf Einsätze, kein Tor, dafür ein hübscher Spitzname: »Laslandesliga«


3. Rouven Schröder, MSV Duisburg

Über den Abwehrmann höhnt ein User im MSV-Forum: »Der typische Spielzug: Einwurf Wolters, Kopfballverlängerung Schröder, Kopfballtor Hirsch! Der Hammer. Hat leider nach dem dritten Mal jede Abwehr Deutschlands durchschaut.«


4. Christian Ledesma, Hamburger SV

Coach Kurt Jara kannte ihn nur von Videos, sein Assistent Linzmaier wurde ebenfalls überrascht: »Ich sagte, dass ich ihn weiter beobachten müsste. Aber bevor das ging, war er schon da.« Und auch schnell wieder weg, nach Mexiko zum CF Monterrey.


5. Olli Isoaho, Arminia Bielefeld

Der finnische Nationalkeeper kam 1982/83 als Nachfolger von Wolfgang Kneib auf die Alm und erlangte als erster »Pannen-Olli« der Bundesliga-Geschichte gewisse Berühmtheit. Herausragendes Spiel: die 1:11-Jahrhundertklatsche in Dortmund.

6. Roman Wallner, Hannover 96

Klubchef Martin Kind hatte vorher geahnt: »Ein Restrisiko bleibt.« Der Wechsel Wallners von Rapid Wien zu 96 fand trotzdem statt, geriet aber zum Fiasko. Der Österreicher fiel vornehmlich durch Eskapaden auf. Mittlerweile beim FC Falkirk unter Vertrag, sagt Wallner geläutert: »Die ersten zehn Jahre waren die jugendlichen Jahre, die nächsten werden die reifen Jahre.«

7. Dirk Weetendorf, SV Werder


Wurde beim Hamburger SV als Mix aus Hrubesch und Seeler »Horst-Uwe« genannt, bestritt beim SV Werder allerdings 1998/99 gerade einmal sieben Spiele. Als Förderer Felix Magath gefeuert wurde, wurde auch Weetendorf aussortiert.

8. Bent Christensen, Schalke 04

Schoss Schalke im Derby in Dortmund zum Sieg, anschließend vorwiegend Fahrkarten. 49 Spiele, acht Tore – keine schöne Bilanz für den dänischen Stürmer.

9. Marco Reich, 1. Fc Köln
»Ich bin wohl der einzige, der sich über den Euro freut: Jetzt bin ich nur noch der Drei-Millionen-Euro-Fehleinkauf«, sprach Marco Reich nach der Euro-Umstellung 2002. Dem ist nichts hinzuzufügen.

10. Federico Insúa, M’gladbach

Das personifizierte Gladbacher Elend in der letzten Saison. Trainer Luhukay zeterte: »Er hatte genug Chancen, sein Potenzial zu zeigen. Schauen Sie sich mal die Effektivität von ihm an.« Wir schauen mal: 32 Spiele
– zwei Tore. Ein echter Vollstrecker.


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