Roman Neustädter Was für eine Woche für Roman Neustädter: In der Champions Leauge Arsenal niedergerungen, dann in die Nationalmannschaft berufen, ein Tor gegen Werder Bremen erzielt und schließlich saß er auch noch mit Schnauzbartflaum und Jeanshemd im »Aktuellen Sportstudio«. Was soll jetzt noch kommen?
Andrij Woronin Herrlich, bei all den braven Möchtegern-Schwiegersöhnen in der Liga hatte man fast schon wieder vergessen, dass Fußballprofis mitunter auch jedes Klischee erfüllen können. Beispiel: Düsseldorf-Angreifer Andrij Woronin. Weil der Ukrainer derzeit keine Rolle bei Coach Norbert Meier spielt, lässt Voronin einfach mal den Bimmbamm baumeln. Während die Kollegen sich vor dem Spiel gegen Hoffenheim warm liefen, fläzte sich Woronin telefonierend auf der Bank, in der Halbzeitpause döste er dann einfach mal ein bisschen rum. Als er dann Minuten vor Schluss doch noch eingewechselt wurde, wurde er lediglich durch eine plumpe Schwalbe auffällig. Jetzt hat er sich erstmal mit Erkältung vom Training abgemeldet. Gute Besserung!
Maik Barthel Maik wer? Maik Barthel ist von Beruf Berater von BVB-Stürmer Robert Lewandowski und wurde in den letzten Tagen dadurch auffällig, dass er seinen Schützling europaweit anbot wie Sauerbier. Manchester United, Real Madrid – kein Klub scheint derzeit groß genug für die Dortmunder Lebensversicherung. Rund um das Westfalenstadion kommt das nicht so gut an. Laut Manager Michael Zorn weiß »kein Mensch, was das soll«, Jürgen Klopp maulte bereits im Bundesliga-Sonderheft-Interview mit 11FREUNDE: »Typen wie der hätten in meinen Kader sicher keinen Platz.« Und meinte nicht Robert Lewandowski.
Marko Arnautovic Man muss den Österreicher einfach mögen. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Schalke 04, bei dem er einen umstrittenen Freistoß verursachte, war Arnautovic richtig angefressen. Angesprochen auf sein vermeintliches Foul, das den Freistoß zum 1:1 zur Folge hatte, sagte Arnautovic trocken: »Vielleicht hab ich Cortison in meinem Körper und spür nichts. Aber ich habe keine Berührung gemerkt.« Schon jetzt ein Kandidat für den Spruch der Hinrunde.
David Alaba Wirklich beeindruckend, wie souverän David Alaba nach seiner Verletzung wieder zurückgekehrt ist. Beim FC Bayern mittlerweile zum Elfmeterschützen Nummer Eins befördert, überrannte Alaba zusammen mit Kumpel Franck Ribery Eintracht Frankfurt fast im Alleingang. Beim anschließenden Interview sollte er dann den neben ihm stehenden Ribery loben. Als der den blutjungen Österreicher mit kessen Grimassen aus der Konzentration reißen wollte, konterte Alaba arschcool: »Schau net so blöd.« Herrlich!
Der Elfmeter Wer hat noch nicht, wer will noch Mal? Besonders in den Sonntagsspielen wurde der Elfmeter zur prägenden Figur. Gleich fünf Mal zeigten die Unparteiischen auf den Punkt, der die Welt bedeuten kann. Nur im Spiel Wolfsburg gegen Leverkusen durften die Spieler nicht zeigen, was sie aus elf Metern alles so drauf haben. Ob dieser Trend nun zeigt, dass in den hiesigen Strafräumen während kalter Herbstabende alle etwas enger aneinander rücken oder die Schiedsrichter einfach nur das Pfeifchen locker sitzen hatten, können allerdings auch wir nicht abschließend beantworten.