03.09.2012

Die Elf des 2.Spieltags

Auf der Suche nach Martin S.

Nordderbysieg für Werder, eine Gala in München und geplatzte Träume in Hoffenheim: All das hatte der 2. Bundesliga-Spieltag mal wieder parat. Mittendrin statt nur dabei, zahlreiche Protagonisten unserer Elf des Spieltags.

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11FREUNDE
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Christian Wetklo

Der Keeper des FSV Mainz gilt nicht umsonst als lebende Bengalfackel. Da reicht ein Funken und schon brennt er ein Feuerwerk der schlechten Laune ab: Mal motzt er gegen die eigenen Fans, mal gegen sich selbst, nach der Niederlage gegen Greuther Fürth las er nun einem Field-Reporter die Leviten. In der Hoffnung ein wenig Selbstkritik vom Torwart Wetklo zu bekommen, kassiert der Fragensteller allerdings eine Abfuhr sondergleichen. Die Erkenntnis: Nach Niederlagen sollte man Christian Wetklo nicht zum Eis essen einladen, er könnte es eventuell falsch verstehen:



Robin Knoche

Das war ein wahrlich gebrauchter Tag in der noch jungen Karriere des Wolfsburger Nachwuchsmanns Robin Knoche. Beim Stand von 0:2 sollte der 20-Jährige der hoffnungslos überforderten Wolfsburger Mannschaft ein wenig jugendliche Ruhe verleihen – so zumindest dachte sich das Wölfe-Coach Felix Magath, als er den Jungspund zur zweiten Halbzeit brachte. Doch Knoche reihte sich in das allgemeine Tohuwabohu seiner Mitspieler ein und kassierte nach nur 19 Miuten Einsatzzeit die Gelb-Rote Karte. Ach ja, mittlerweile lag der VfL 0:4 hinten. Knoche verließ, den Tränen nahe, das Schlachtfeld. Vielleicht ahnte er bereits, dass da wohl eine Sonderschicht Medizinbälle auf ihn wartet.

Hermann

Was soll man sagen: Trotz 0:2-Pleite im Nordderby war der Bundesliga-Dino wieder einmal bester Mann im HSV-Trikot. Während sich seine Mannschaft in Bremen Knoten in die Beine spielen ließ, bespaßte Hermann Jugendliche im Hamburger Umland. Dass der immer fröhliche Altsaurier mittlerweile ebenfalls zunehmend auf Distanz zur eigenen Mannschaft geht, sollten die Verantwortlichen als Warnsignal sehen. Aber die holen ja lieber irgendwelche Holländer zurück. Bedenklich.

Rafael van der Vaart
Bisher war man davon ausgegangen, dass Jesus andere Dinge zu erledigen hat, als den HSV zu retten. Bei der Ankunft des Niederländers entfuhr es aber einem Fan: »Jesus ist da.« Der Heilsbringer in Stutzen verkündete sogleich die Botschaft, dem Verein etwas »Vibe« zu verleihen. Sieht man sich die eigens für ihn und seine Angetraute abgestellten Kameramänner an, so haben die Fernsehsender bei der Aussprache dieses Wortes wohl etwas falsch verstanden.

Martin S.
Niemand kennt ihn und niemand kennt seinen wahren Nachnamen. Für 40 Millionen wurde der Baske freigepresst, der Präsident von Bilbao hatte die klare Ansage gemacht: »Nicht-durchnummerierte Scheine und keine Bullen«. Die Bayern haben gehorcht und mittlerweile den zweiten Vornamen des Unbekannten preisgegeben: Javi Martin S. Doch wie heißt er wirklich: Schmidt, Scharf, Schnellinger oder gar Suppe?

Reinhard Rauball
Unglaublich, wie der BVB-Boss die Abwehr organisierte, als er vor den Toren des Tönnies-Schlachthofes mit der Dortmunder Traditionsmannschaft gastierte. Diese wurde zwar von den Schalkern ordentlich lang gemacht, doch Rauball behielt die Übersicht, arbeitete gut gegen den Ball und bot sich als echte Alternative zu Neven Subotic an. Jürgen Klopp wird es notiert haben.

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