Die Elf des 25. Spieltags

Meister der Schmerzen

Hamburg feiert ein lettisches Mysterium, in Dortmund, Leverkusen und Hamburg haben Schmerzmittel Hochkonjunktur und wir bieten Obhut für hart kritisierte Superhelden. Hier kommt die Elf des 25. Spieltags.

Raphael Schäfer
Lange Jahre war Tomislav Piplica von Energie Cottbus an der Spitze der Pannen-Hitlist für den mit Abstand skurrilsten Torwartfehler der Bundesliga-Geschichte gesetzt. Am Freitagabend machte Nürnbergs-Keeper Raphael Schäfer allerdings mächtig Konkurrenz und tunnelte sich selbst mit einem längst gehaltenen Ball. Das war so überraschend, dass selbst Augsburgs Tobias Werner ungläubig staunte, als sein harmloser Kopfball tatsächlich den Weg ins Tor fand. Da Nürnberg am Ende trotzdem mit 2:1 gewann, wird Schäfer diese Panne mit Humor nehmen.

Vierinha
Auch wenn es schwerfällt: Es ist an der Zeit auch mal Felix Magath zu loben. Unter den 4244 Spielern, die er während seiner Amtszeit beim VfL Wolfsburg anschleppte, ist zumindest der Portugiese Vierinha mehr als brauchbar. Wie zum Beweis nagelte der Wirbelwind gegen Freiburg ein Tor des Monats volley unter die Latte. Ob Felix Magath zur Feier des Tages seinen Kindern trainingsfrei gegeben hat, ist allerdings nicht bekannt.

Ivica Olic
Und wenn wir schon dabei sind: Felix Magath holte einst auch Ivica Olic in die Autostadt. Dass der nicht nur wuseln, sondern auch Tore schießen kann, bewies er ebenfalls gegen Freiburg, wo er sogar per Fallrückzieher traf. Wann bauen sie König Felix endlich eine Statue auf dem VW-Gelände? Oder benennen ein Auto-Modell nach ihm? Respekt wird in Wolfsburg offenbar noch sehr klein geschrieben.

Lumpi Lambertz
Schwer vorstellbar, dass sich Andreas »Lumpi» Lambertz nach der unglücklichen Niederlage seiner Fortuna gegen den FC Bayern München ein Belohnungsalt gegönnt hat. Dabei hätte es sich das Düsseldorfer Urgestein eigentlich redlich verdient, schließlich erzielte er am Samstag sein allererstes Bundesliga-Tor. In München! Gegen die Bayern! Gegen Manuel Neuer! Das kann wirklich nicht jeder. Also, hoch die Tassen.

Julian Draxler
Sicher, über die neue Frisur von Schalke-Jungstar Julian Draxler lässt sich streiten. Statt pubertärer Naturkrause präsentierte sich Schalkes Zehner im Derby mit der Lewis-Holtby-Gedächtnisfrisur, dem Aku-Ola (alles kurz, oben lang). Doch der königsblaue Anhang wird ihm diesen Bad-Hair-Day verzeihen, denn Draxler verdiente sich im Derby gegen Dortmund eine Eins mit Sternchen.

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