Die Elf des 24. Spieltags

Der Aufstieg im Abstieg

Maximilian Beister glaubt weiterhin an die Europa League, Heurelho Gomes hat einen Vorzeige-Aufstieg hinter sich und Hans Sarpei sei dank: Julian Draxler schießt wieder tolle Tore. Die Elf des Spieltags.

Maximilian Beister
In manchen Situationen braucht es Männer, die sagen, wo es lang geht. Männer wie Maximilian Beister. Auf die Frage, ob die Europa League noch drin sei, antwortete der Hamburger: »Die Qualität haben wir.« Wir verweisen an dieser Stelle ausdrücklich nicht auf die letzten beiden HSV-Spiele, sondern erfreuen uns daran, dass Menschen heute noch so positiv durchs Leben hüpfen.

Jan-Ingwer Callsen-Bracker
Was für eine Aufholjagd: Von den letzten zehn Spielen hat der FC Augsburg nur zwei verloren (gegen Leverkusen und Bayern). Mittlerweile ist sogar der rettende 15. Platz am Horizont zu erkennen. Stellvertretend für die Mannschaft und den Auswärtssieg in Bremen schafft es heute Jan-Ingwer Callsen-Bracker in die Mannschaft. Warum? Weil wir gerne eine Band gründen würden, die Callsen-Bracker heißt und feinsten Industrial Metal im Früh-Achtziger-Look spielt. Wenn wir nur die Instrumente beherrschen würden.
 
Julian Draxler
Manchmal kommt er wieder. Julian Draxler hat immer noch seine Phasen, wo nicht sonderlich viel zusammenläuft. Wer will es ihm verdenken, der Junge ist gerade mal 19 Jahre alt, spielt aber bereits seine dritte Bundesligasaison. Wie auch immer: Am Samstag trumpfte er groß auf in Wolfsburg. Sein Tor zum 2:1: Feinste Draxlerware. Hans Sarpei twitterte danach: »Da sieht man mal, was der Draxler alles bei mir gelernt hat.« Wir wollten antworten: »Ja, die Auswechslung in der 89. Minute sah gekonnt aus.«, fanden aber die Tastatur nicht.

Stefan Kießling
Trifft und trifft und trifft. Sogar in Spielen, in denen der Gegner mit »Maus und Mann am eigenen Strafraum« (Kießling) steht. Dieses Mal schoss Kießling per Elfmeter das 1:1, nachdem er Stuttgarts Molinaro an die Hand geschossen hatte. Außerdem bereitete er den zweiten Treffer von Lars Bender vor. Macht beim 2:1 gegen den VfB Stuttgart: zwei Vorlagen und einen Treffer. Mehr geht kaum. Wenn Joachim Löw jetzt nicht anruft, dann könnte man langsam den Eindruck bekommen, dass in der Vergangenheit irgendwas zwischen den beiden passiert sein muss. Hat Kießling Löw einst sein Lieblingskissen geklaut?

Vedad Ibisevic
In den vergangenen Wochen hatte eine Zeitung bereits die große und bei Spielern außerordentlich beliebte »Seit«-Statistik aufgemacht. Ibisevic hatte nämlich zuletzt im Dezember 2012 getroffen. Seltsamerweise machte diese eine Zeitung kurz vor dem Spiel mit dem Titel »Kießling gegen Ibisevic: Wer gewinnt das Knipser-Duell?« auf. Immerhin: Ibisevic kam zurück, er traf per Elfmeter gegen Leverkusen in der zwölften. Gebracht hat der Treffer nichts. Uns beschleicht außerdem die Sorge, dass die nächste Krise naht. Seit 78 Minuten ist er ohne Torerfolg.

Fredi Bobic
Fredi Bobic hat nach dem Spiel in Leverkusen diesen Satz gesagt: »Alle haben einen geilen Job gemacht. Es tut echt weh.« Wir wissen nicht, wie die Frage gelautet hat, vermuten aber so: »Wie fühlt sich das an: 90 Minuten Hardcore?«

Armin Veh
Manchmal wird Armin Veh als etwas eigenwillig und grummelig dargestellt. Dabei sagt er oftmals herrliche Sachen. Sätze, die man so ähnlich etliche Male auf Familienweihnachtsfeiern gehört hat. Die Sätze beginnen mit »Junge, ...« oder »Damals...« oder »Deine Mutter und ich...«. dann lehnt man sich zurück und setzt ein interessiertes Gesicht auf, während in Gedanken noch einmal die letzte Baywatch-Folge abläuft. Wie auch immer: Nachdem Veh am Freitag in der 90. Minute von Schiedsrichter Deniz Aytekin auf die Tribüne verbannt worden war, sagte er: »Ach, da bin ich gar nicht mehr hingekommen. Das schaffe ich in meinem Alter nicht mehr.« Dann ging er davon, setzte sich in seinen Ohrensessel, stopfte die Pfeife und löste das Kreuzworträtsel in der »Hörzu«. Vielleicht.

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