29.01.2014

Die dümmsten Tattoos von Fußball-Fans

Schwanzvergleich

Seite 2/3: Champions-League-Sieger 2011: Manchester City!
Text:
Alex Raack
Bild:
Privat

Oberstes Gebot für Fans des runden Leders und der unter die Haut geschnitzten Liebesbotschaften: Fußballer sind Legionäre, die an einem Tag ihr Wappen küssen, als wäre es eine Leckmuschel und am nächsten Tag den Wechsel zum größten Erzrivalen verkünden. Merke: Man kann sich auf Fußballer nicht verlassen, wenn es darum geht, ob sie dem Herzensklub treu bleiben oder nicht. Ein Anhänger von Newcastle United ignorierte 1995 dieses oberste Gebot gekonnt und ließ sich ein Portrait von Andy Cole auf den Oberschenkel malen. Statt sich bei besagten Fan mit einem Tässchen Tee für die Zuneigung zu bedanken, machte sich Cole vom Acker und heuerte exakt einen Tag nach der Tattoo-Vollendung bei Manchester United an. Doch unser Mann handelte professionell, ließ seinen Stecher noch einmal ran, um das Foto zu überarbeiten und erklärte anschließend, es handele sich um einen Liebesbeweis an Neuzugang Les Ferdinand, der in der Tat eine gewisse Ähnlichkeit mit Cole nicht abstreiten kann. Ferdinand erlebte bei Newcastle dann auch tatsächlich die beste Zeit seiner Karriere, wurde 1996 von seinen Kollegen zu »Englands Fußballer des Jahres« gewählt und erzielte in 68 Spielen 41 Tore. Dann zog auch er weiter. Was aus dem Tattoo wurde ist leider nicht bekannt.

>>>> Alle Tattoos in der Bildergalerie!

Ach ja, Fußball-Wetten im Vollrausch. Der Autor dieser Zeilen wäre fast in den Genuss einer Werder-Bremen-Raute auf seiner Brustplatte geworden, doch der legendäre Patzer von Tim Wiese im Champions-League-Achtelfinale 2006 gegen Juventus Turin machte diesem einer Wette zugrunde liegenden Körperschmuck einen Strich durch die Rechnung. Deshalb hat er auch vollstes Verständnis für jenes Malheur, das einem Manchester-City-Fan 2009 passierte. Der wettete, möglicherweise von den frisch in seinen Klub hineingepumpten Scheich-Millionen nachhaltig irritiert, dass sein Verein 2011 die Champions League gewinnen werde. Was der nicht tat (sondern stattdessen im Europa-League-Viertelfinale gegen Dynamo Kiew ausschied). Doch Wettschulden sind bekanntermaßen Ehrenschulden, also zog unser Mann die Sache durch: Und ließ sich die Champions-League-Trophäe samt Untertitel »Manchester City 2011 champions league winners« auf den rechten Oberarm tätowieren. Zeitlos.

Vielleicht sollte unser Wettverlierer mal darüber nachdenken, einen City-eigenen Gesprächskreis der »Anonymen Tattoo-Opfer« ins Leben zu rufen. Ganz bestimmt von Anfang an dabei wäre Chris Atkinson, der 2009 so dermaßen davon überzeugt war, dass Brasiliens Superstar Kaká zu den Citizens wechseln würde, dass er sich dessen Namen auf die Brust stechen ließ. Kaká verließ tatsächlich den AC Mailand – um bei Real Madrid anzuheuern.

 
 
 
 
 
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