Die Dienstagskolumne: Luka Modric

Frankensteins Gesellenstück

Bereits in der vergangenen Saison erklärte uns der Ur-Londoner Titus Chalk  die Premier League in seiner Muttersprache. Mittlerweile serviert uns Sir Chalk »alles auf meine Version der herrliche deutsche Sprache.« Heute: Lukas Modric als Frankenstein! Die Dienstagskolumne: Luka Modric

Die 11FREUNDE-Dienstagskolumne: Jeden Dienstag machen sich  Lucas Vogelsang, Titus Chalk und Frank Baade im Wechsel Gedanken über den Fußball, die Bundesliga und was sonst noch so passiert. Wenn uns der heutige Kolumnist Titus Chalk nicht gerade die englische Fußballkultur erklärt, schreibt er für FourFourTwo, expertet für die Deutsche Welle oder trinkt Pints in seinem Lieblingspub.


Die Titus-Fussballing-Eng-zyklopädie: »His head’s not in the right place«Wie einen Frankenstein-lichen Zombie, der von mehreren Kadavers zusammengeheftet wurde, gibt es bei dieser Jahreszeit eine gefährliche Gattung, die durch der Premier League stolziert. Nämlich der Spieler, dessen den Kopf »nicht an der richtige Stelle ist«. Tottenhams zierliche Spielmacher Luka Modric, der gestern gegen Manchester United fehlte, ist Laut Trainer Harry Redknapp genau so einen Spieler. Bedeutet das, das trotz seine scheinbare Normalität, er einen zweiten heimlichen mini-Kopf unter seinem Trikot versteckt? Hat Redknapp diese Woche ihn für das erstes Mal in der Kabine gesehen? Oder, eine Woche vor dem Ende des Transferfensters, wollte Redknapp, mit einem typischen Britischen Sinn für Euphemismus, einfach sagen: »Er ist wie einen Funfjährige mies gelaunt und will seinen Gehalt bei Chelsea sich verdoppeln«? Denglichsprachler, entscheidet ihr selbst!

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Ego der Woche: Ken Bates (Leeds United)
Der Leeds United Besitzer war immer einen umstritten Typ und seine Verwaltung der Zweitligisten war bisher eine erschreckende Achterbahnfahrt, mit Abstieg, Aufstieg und Pleite seit seiner Ankunft in 2005. Kein Wunder, dass er sich gerade in einem neuen Streit mit den Fans verwickelt hat. Nachdem 300 davon haben ein Protest gegen ihm geführt, hat Bates sie »Morons« – »Trottel« – genannt. Sein Eklärungsversuch am folgendes Wochenende war aber ein noch-besseres Beispiel der tiefen Funktionsweise seines Geistes: »Leeds United wieder aufzubauen ist ein bisschen wie Sex«, hat Bates gesagt. »Im Zeitzalter der Instant Genugtuung, erlebt Leeds ein langgezogenes Liebesverhältnis mit vielen Vorspiel und langsame Erregung.« Der Tantra-Guru ist 79.

Instant-Krise: Andy Carroll (Liverpool)
Nach zwei Spieltage, steht der Liverpool Stürmer (und Steinzeit Junior-Doppelgänger) schon auf der Abschussliste. Carroll ist aber leichte Beute: teuer am £35 Millionen, jung, und mit einer Vorliebe der Erfrischungsvermögen eines Jägermeister-Red Bulls. Er hat aber ein Linksfuss wie einen Fäustel – ist gar nicht seine Schulde, wenn seine Mitspieler (in feinster englischer Tradition) denken nur den Ball gegen seinen Kopf zu kicken.

Störende Statistik: £8 Millionen
Das Gehalt, das Roque Santa Cruz seit seinem £18 Millionen Wechsel nach Manchester City in 2009 verdient hat. Der ehemalige Bayern Spieler (und Schnäppchen des Jahrhunderts) wurde acht Mal in der Startelf genannt...

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