Die Dienstagskolumne: Iron Maiden und Marcel Reif

Zum Spiel mal eben nach Hause fliegen

Unser Kolumnist Frank Baade zollt diese Woche Iron Maidens Steve Harris Respekt, macht sich Gedanken über Stadionelemente neuerer Prägung und erinnert mit einem Video an den einst rasenden Reporter Marcel Reif. Die Dienstagskolumne: Iron Maiden und Marcel Reifimago

Die 11FREUNDE-Dienstagskolumne: Jeden Dienstag machen sich  Lucas Vogelsang, Titus Chalk und Frank Baade im Wechsel Gedanken über den Fußball, die Bundesliga und was sonst noch so passiert. Wenn unser heutiger Kolumnist Frank Baade nicht gerade für uns drei Kleinode zusammenstellt, schreibt er auf seiner Webseite über den Fußballgott und dessen irrationales Wirken in den Bundesligen und dengroßen Turnieren dieser Fußballwelt.


1.
Zum Spiel mal eben nach Hause fliegen

Musiker, die sich für Fußball begeistern, gibt es wie Sand am Meer, Bob Marley, Campino, Robert Smith, etc. pp. Die treten dann mal kamerawirksam vor einen Ball oder werden in diverse Sportsendungen eingeladen, um sie ein wenig aufzuhübschen und ein bisschen von ihrem Fantum zu quaken.

Musiker, die in ihrer Jugend aktiv Fußball spielten, und beinahe eine Profikarriere ergriffen hätten, gibt es ebenfalls viele. Julio Iglesias, Rod Stewart oder Steve Harris. Über den gleich mehr zu berichten sein wird, denn:

Musiker, die während ihrer Musikerkarriere selbst noch Fußball spielen, sogar an einem Ligabetrieb teilnehmen und diese Angelegenheit so ernst nehmen, dass sie für die samstäglichen Spiele von weit her einfliegen und noch dazu eine eigene Webseite zum Team pflegen, mit allen Aufstellungen, Torschützen und Terminen, die gibt es kaum.

MaidenUmso erstaunlicher ist die Geschichte von Steve Harris‘ Hobbyteam, dem »Maidonians FC«, dessen Name auch gleich mal verrät, in welcher Band Steve Harris eigentlich musiziert. Der Bassist von Iron Maiden hatte in seiner Jugend bei West Ham United gespielt und besaß die Chance auf einen Profivertrag. Stellte dann aber fest, dass Profifußballersein eigentlich nicht das ist, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Weshalb er sich an die Musik hielt und den Fußball nur als Hobby weiterlaufen ließ. Dies aber seit Jahrzehnten mit ungebrochenem Ehrgeiz. 1999 z. B. war er Torschützenkönig seines Teams mit 18 Toren in einer Saison (von der man nicht weiß, wie viele Spiele sie umfasste), obwohl er einige Partien wegen Verpflichtungen mit Iron Maiden verpasste.

Mehr von Trainer Baade auf seiner Webseite >>

In jener Saison gewannen seine Maidonians FC dann auch den Titel dieser Liga. »He regularly flies home from working in Europe to play on Saturdays – there’s dedication for you!«

Respekt und sportliche Anerkennung. Nicht jeder, der es sich leisten könnte, fliegt zu den Spielen seiner Hobbymannschaft nach Hause. Von den Millionen Hobbyfußballern, die die Strecke bis zum Platz mit dem Fahrrad bewältigen könnten und die trotzdem im Bett liegen bleiben, ganz zu schweigen.


2.

Geometrieschwächen bei Namensgebern von Stadionelementen neuerer Prägung

Kurve     Gerade
)                    |


3.

Marcel Reif verfolgt Rummenigge

Marcel Reif, ein Angestellter der ÖR, verfolgt Karl-Heinz Rummenigge auf seinem damal schon abzusehenden Weg nach Italien. Der AC Florenz war lange im Gespräch, am Ende des Tages wurde es dann doch ein anderer Verein.



Nein, nicht Servette Genf. Das war später.

Verwandte Artikel

0Die Dienstagskolumne: Sammelmanie im Fußball

Die Dienstagskolumne: S…

Eintrittskart', verweile doch

Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier rechtes Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder die Diskussion einen unschönen Ton annimmt, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen!