09.04.2013

Die BVB-Spieler in der Einzelkritik

Plan H

Der BVB duselte sich manchesterunitedhaft ins Champions-League-Halbfinale. Neben des dehnbaren Abseitsbegriffs half ein Quäntchen Glück und ein ganz neuer Plan. Und was haben die Spieler so gemacht? Die Einzelkritik.

Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
Imago

Die Defensive

Roman Weidenfeller
Hielt zweimal sensationell, als die BVB-Defensive bei Standards pennte. Ansonsten war er gerade in Phasen des Rückstands ein bisschen zu oft am falschen Ort – also in der Nähe des Schiedsrichters. Kennt man ja. Am Ende waren seine Paraden aber ein spielentscheidender Faktor. Deswegen: Bestnoten.

Lukas Piszczek
Hatte schon bessere Tage. Spielte so viele Fehlpässe wie in den letzten zwei Jahren nicht. Ließ sich hinten leider auch zu oft überrumpeln. Stand bei beiden Freistößen, die Weidenfeller entschärfte, schlecht. Ackerte sich aber wie große Teile der Mannschaft zurück. Respekt dafür. Über die Frisur wird aber noch zu reden sein.

Neven Subotic
Wollte viel, probierte alles, konnte aber lange zu wenig. Wirkt ohne Mats Hummels an seiner Seite immer schwächer, weil er mehr am Spielaufbau teilnehmen muss. In der ersten Hälfte hat ihn Jürgen Klopp für seine langen Notleuchten gleich mehrfach verbal erwürgt. Sah beim 0:1 alt aus. Am Ende stocherte er den 3:2-Siegtreffer mit vor die Füße von Felipe Santana. Alles in allem eher ein Scheißtag, ging aber noch mal gut. 

Felipe Santana
In der Luft stark, am Boden schwächer, am Ball erschreckend schlecht. Am Ende machte er das 3:2 und ist der Held. Deswegen müssen auch wir jetzt mal schreiben: Das ist Fußball.

BVB-Malaga: Der Wahnsinn zum Nachlesen im 11FREUNDE-Ticker

Marcel Schmelzer
Ui, hatte Glück, dass er nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog. Flog stattdessen beim 0:1 viel zu früh durch die Gegend, bommelte beim 1:2 im luftleeren Raum herum. Mund abputzen, weitermachen.

Sven Bender
Sah früh Gelb und musste sich fortan im Zweikampf zurückhalten. War somit seiner Kernkompetenz beraubt. Versuchte sich dann gezwungenermaßen im Spielaufbau und weiß nicht erst seit diesem Spiel, dass er da noch sehr viel lernen muss. 

Ilkay Gündogan
Drehte, angelte, punktete und war zentrale Figur im BVB-Spiel. Nahm das Tempo raus, wenn es hektisch wurde, drehte auf, wenn es sein musste. Leider fehlt im letzten Drittel dann doch noch etwas die Abgezockheit. Wird kommen!

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