Die Bundesliga-Vorschau: Werder Bremen

Neuanfang auf Eierschalen

Werder hat den Umbruch, einen neuen Sponsor und jede Menge blöder Sprüche und Vergleiche. Einige von ihnen sollen hier abgearbeitet werden. Das Bremen das Ü-Ei der neuen Bundesliga-Saison wird, hat damit aber nichts zu tun.

Das ist neu, der fehlt, der fehlt nicht

Das ist neu: Der Umbruch! Jahrelang trauten sich Schaaf und Allofs nicht an die heilige Kuh der vereinsinternen Weiterentwicklung heran, jetzt hat das seit circa 1956 gemeinsam agierende Duo die große Spritze rausgekramt und der Mannschaft eine radikale Verjüngungskur injiziert. Alte Bremer Säcke wie Borowski, Pizarro, Naldo? Weg! Junge Gesichter, teilweise mit neckischen Zahnlücken (siehe Füllkrug)? Da! Das alte Werder ist tot, es lebe das neue!

Der fehlt: Ein ordentlicher Sponsor. Weil Werder die Verkaufsrechte für gut bezahlte Brustwerbung längst an ein Vermarktungsunternehmen abgetreten hat und dieses Vermarktungsunternehmen eben ein Vermarktungsunternehmen ist und auf die Kohle schaut und nicht auf möglicherweise rufschädigende Sponsoren, müssen es Werder-Fans ertragen, dass ihre Mannschaft 2012/13 das Logo des Hühnchenzerteilers »Wiesenhof« spazieren trägt. Dass besagte Firma in etwa einen Ruf genießt wie Kernkraftwerke aus Fukushima – geschenkt. Trotz Protesten aus der Fanszene hat Werder nun den Eiersalat. Dumme Sprüche inklusive.

Der fehlt nicht: Ein neuer Trainer. Nach zwei Magerkostjahren in Folge (Platz 13, Platz 8) ließen manch voreilige Gerüchteköche schon durchsickern, Trainer Thomas Schaaf wolle sich eine neue Herausforderung suchen, sprich, sich vom Acker machen. Bloß: Das wäre so, als wenn man von heute auf morgen den Dom aus dem Kölner Vereinslogo kratzen und durch einen Weltkriegsbunker ersetzen würde – unvorstellbar! Deshalb hat Schaaf auch sämtliche Gerüchte an sich abperlen lassen. Natürlich gewohnt thomasschaafig, also ohne ein unnötiges Wort darüber zu verlieren. Werder-Fans warten jetzt gespannt ab, ob Schaaf sich a) neu erfinden kann, b) sein gutes altes Thomas-Schaaf-Rezept noch immer gut ist für Werder oder c) bei Misserfolg von Otto Rehhagel ersetzt wird.

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