Die Bundesliga-Vorschau: Fortuna Düsseldorf

Der Porno-Produzent der Liga

Fortuna Düsseldorf spielt nach einer halben Ewigkeit mal wieder in der Fußball-Bundesliga. Welche Chancen der Last-Minute-Aufsteiger in seiner ersten Saison hat, erfahrt ihr in unserer Bundesliga-Vorschau.

Der ist neu: Es wird sicher das Duell um den Titel »Arbeitspferd des Jahres«, denn neben Allesläufer und Kapitän »Lumpi« Lambertz hat sich die Fortuna einen zweiten Ackergaul geleistet: Axel Bellinghausen kam heimlich, still und leise vom FC Augsburg an den Rhein. Bellinghausen ist zwar keiner für die Galerie, dafür einer, der auch nach Abpfiff noch beständig über die Grasnarbe pflügt. Und genau solche Jungs braucht man ja bekanntlich, wenn man neu ist in Liga eins.

Das fehlt: Etwas Ruhe. Nach dem Hertha-Chaos aus den Relegationsspielen gab es auch in der Vorbereitung wieder reichlich Skurriles aus der Stadt des Altbieres. Erst holte man sensationell Sturmstar Andriy Voronin aus Moskau, nur um Tage später zu bibbern, ob der Ukrainer vielleicht doch wieder zurück muss. Dann knockte Luisao von Benfica Lissabon im Testspiel gegen die Fortuna den Schiedsrichter aus und schon wurde leise diskutiert, ob im Rheinstadion überhaupt jemals ein normales Fußballspiel stattfinden kann. Soll heißen: In Düsseldorf ist immer was los – und das ist auch gut so. Wer wirklich fehlt: Maximilian Beister.

Das fehlt nicht: Ausreichend Spieler. Fortuna-Coach Norbert Meier machte in der Sommerpause den Felix Magath und kaufte sich munter durch die Fußballwelt. Am Ende standen schlanke 18 neue Namen im Kader. Griechenland, Russland, Saudi-Arabien, überall wedelte der Neu-Bundesligist mit Verträgen und hat so mittlerweile 32 Spieler im Kader. Das ist Platz zwei hinter, na, dem VfL Wolfsburg.

Wenn diese Mannschaft ein Satz wäre, dann dieser: »Schätzelein, ich bring dich ganz groß raus.« Fortuna ist der Porno-Produzent unter den Bundesligisten und verbindet die Attribute »jung und unerfahren« und »gereift und erfahren« in seinem Kader wie kein anderer Bundesligist. Bleibt zu hoffen, dass Regisseur Norbert Meier die richtige Mischung findet und am Ende der Saison sagen kann: »Eingelocht – 90 Minuten echte Gefühle.«

Das 11FREUNDE-Orakel: Die erste Saison nach dem Aufstieg ist immer extrem schwierig und es geht automatisch gegen den Abstieg. Alles Blablabla: Die Fortuna verliert die ersten vier Spiele und bis zur Winterpause gibt es im Rheinstadion nur Magerquark und Rumgegurke. Doch der Klub hält an Trainer Meier fest, der in der Rückrunde mit seiner Truppe zum Halali bläst. Am Ende rettet man sich furios auf Platz 16, in der Relegation lässt man schließlich dem VfR Aalen keine Chance.

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