09.07.2012

Die besten und miesesten Oldie-Transfers

Ü30-Party

Der FC Bayern buhlt angeblich um die Dienste von Andrea Pirlo. Oder doch nicht? Und ist der trotz Super-EM nicht zu alt? Wir haben die fünf besten und fünf miesesten Oldie-Transfers zusammengestellt.

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Top-Oldies

Manfred Burgsmüller
Eigentlich wollte Manfred Burgsmüller seine Karriere bei Rot-Weiß Oberhausen ausklingen lassen. Der Stürmer hatte sich dort bereits ein zweites Standbein aufgebaut. Er arbeitete als Vertreter für Fertighäuser und als Repräsentant bei einer Firma namens »Glücksfenster«. Doch dann wurde Burgsmüller mit 29 Treffern Torschützenkönig in der 2. Liga. Er fühlte sich zu fit fürs Altenheim. Es folgte der Anruf aus Bremen. »Komm zu uns, bei uns kannst du Meister werden«, flüsterte Otto Rehhagel in die Muschel – und der 35-jährige Burgsmüller kam. Bis 1990 bestritt er 115 Spiele für die Hanseaten. Und 1988 wurde er tatsächlich erstmals Deutscher Meister – im Alter von 39 Jahren.

Uli Stein
Der Torhüter kehrte 1995 im Alter von 40 Jahren zu Arminia Bielefeld zurück, wo er 1976 seine Profikarriere begonnen hatte. Mit den Ostwestfalen stieg er 1996 in die Bundesliga auf und wurde allerorten als Oldie-but-Goldie gefeiert. Stein verstand die Hysterie nicht, denn er fühlte sich selbst, als sei er eben erst der Pubertät entwachsen. Nach der Bundesligasison 1996/97 sollte jedenfalls noch lange nicht Schluss sein, schließlich lockte am Horizont die 602-Spiele-Marke von Karl-Heinz Körbel. Doch Arminia kündigte ihm prompt den Vertrag – wegen Disziplinlosigkeit. Stein tobte und klagte vor dem Sportgericht. Ohne Erfolg. Wenig später sagte er: »Ich bin jetzt erst mal zuhause, aber für einen Fußball-Rentner bin ich noch zu fit.« 1999 wechselte er zum VfL Pinneberg, danach ging er zu Kickers Emden. Endgültig Schluss war im Januar 2004 beim VfB Fichte Bielefeld. Stein zählte mittlerweile 49 Lenze. In der Liste der Fußballer mit den meisten Bundesliga-Einsätzen steht Stein übrigens abgeschlagen auf Platz 10 – mit 512 Einsätzen.

Sami Hyypiä
Die Liverpool-Legende Sami Hyypiä wechselte im Alter von 35 Jahren zu Bayer Leverkusen, wo er seinen achten Frühling erlebte. Bei der Werkself wurde er die wichtigste Säule in der Defensive. Wie man sich im hohen Fußballeralter noch fit hält, erklärte er einmal im Interview mit dem Kicker: »Die Burschen halten mich jung.« Und: »Ich habe immer auf meinen Körper geachtet. In der Sommerpause nur Grillen und Party, das gibt es nicht.«

Marco Ballotta
Marco Ballotta kehrte 2005 als dritter Torwart zu seinem Ex-Klub Lazio Rom zurück, doch ehe er sich versah, stand er als Stammkeeper zwischen den Pfosten. Seine Kontrahenten hatten mit Verletzungen und Formschwächen zu kämpfen. Die Mannschaft erreichte in der Folge einen Startplatz für die Champions League. Im Alter von 43 Jahre und 253 Tage bestritt Ballotta gegen Real Madrid dort sein letztes internationales Spiel. Er ist damit der älteste Fußballprofi, der jemals in der Champions League gespielt hat. Seine Laufbahn beendete er im Sommer 2008. Später heuerte er noch einmal als Stürmer beim unterklassigen Calcara Samoggia an. Seine Begründung: »Ich habe nie ein Tor geschossen und wollte dieses Gefühl auch mal kennenlernen.«

Cafu
Im Jahr 2003 hatte Cafu nahezu alles erreicht. Der Brasilianer war unter anderem Weltmeister, Copa-America-Sieger, Weltpokal-Sieger, italienischer Meister, brasilianischer Meister und Copa-Libertadores-Sieger geworden. Nur der Champions-League-Pokal fehlte noch im Trophäenschrank. 2003 wechselte er mit der Hoffnung den großen Triumph zum AC Mailand. Er war damals bereits 33 Jahre alt. Vier Jahre später, im Mai 2007, gewann Milan tatsächlich die Königsklasse gegen den FC Liverpool. Zum Einsatz im Finale kam Cafu allerdings nicht.

Flop-Oldies

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