Die 11FREUNDE-Presseschau vom 13.02.2014

Der kuriose Fall des Joseph Maria Minala

Altersfragen in Rom. Geschlechterfragen im Iran. Stilfragen in Kaiserslautern. Die Nachrichten des Tages in der Presseschau.

imago

Verwirrung um Alter von Lazio-Spieler
Der kuriose Fall des Joseph Maria Minala
Das römische Derby zwischen dem AS und Lazio Rom ist seit dem vergangenen Wochenende um eine Episode reicher. Es ist die Geschichte des talentierten 17-jährigen Nachwuchsspielers Joseph Maria Minala, der am Sonntag zum ersten Mal auf der Bank von Lazio Platz nehmen durfte. Vielleicht ist es aber auch die Geschichte des 42-jährigen Schwindlers Minala. Das behauptet zumindest ein senegalesisches Internetportal, dem er sich über sein wahres Alter anvertraut haben soll. Minala bestreitet die nun aufkommenden Vorwürfe und kontert kühl: »Neid ist die Schwäche der armen Seelen.« Ziemlich weise Worte für einen 17-Jährigen.
altravita.com

Iranische Fußballspielerinnen als Männer enttarnt
Zwischen den Geschlechtern
Es klingt zunächst wie ein Scherz oder wie ein schlechter Betrugsversuch: Viele führende Fußballspielerinnen des Irans sind Männer. Auf den zweiten Blick verbirgt sich dahinter jedoch ein ernsthaftes Problem, denn Homosexualität ist im Iran verboten. Somit werden viele Schwule zu Geschlechtsumwandlungen getrieben. Die Operationen werden in mehreren Schritten durchgeführt, die bis zu zwei Jahre dauern können. Zwischen den Geschlechtern Fußball spielen zu wollen, führt somit zwangsläufig ins Abseits.
zeit.de

Radiokommentator Alexander Bleick über die Bundesligakonferenz
»Den Schiri in der Halbzeit festgehalten«
Für Millionen Fans ist die Bundesligakonferenz am Samstagnachmittag ein festes Ritual. Zum heutigen »Tag des Radios« sprachen wir mit Reporter Alexander Bleick über die Konkurrenz aus dem Internet, seine Sternstunde bei der Meisterschaft der Herzen 2001 und das Vorbild Gerd Rubenbauer.
11freunde.de

Stefan Kuntz äußert sich unglücklich
Frauen und Fußball
Da siegt sich der 1. FC Kaiserslautern in Leverkusen sensationell in das DFB-Pokalhalbfinale, nur um kurz darauf von der Losfee mit einem Auswärtsspiel beim FC Bayern München bestraft zu werden. Dass Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des FCK, darüber nicht wirklich glücklich sein kann, ist verständlich. Weniger verständlich hingegen, weshalb Kuntz in seiner Einschätzung tief in die Mottenkiste der abgeschmackten Klischees greifen muss.
welt.de

Video des Tages: Diego Maradona in Neapel
Jubeln mit Gott
Lange nichts gehört von Diego Maradona. Beim Pokalspiel seiner alten Liebe Napoli gegen die Roma tauchte »el pibe de oro« dann doch mal wieder auf: Als jubelnden Fan auf der Tribüne. Und ganz Neapel hat sich vermutlich schon wieder neu verknallt.
11freunde.de/video

Happy Birthday
Er war ein richtiger Star der Schiedsrichter-Gilde: Pierluigi Collina. Bereits 1995, nach 43 geleiteten Spielen in der Serie A, wurde er Fifa-Schiedsrichter. Zu seinen Höhepunkten zählen das Finale der Olympischen Spiele 1996, das Champions-League-Finale 1999 (laut Kommentator Marcel Reif wusste nur er, warum so lange nachgespielt wurde) und das WM-Finale 2002. Die EM 2004 war sein letztes großes Turnier. Ein Jahr später reichte er auch beim italienischen Verband seinen Rücktritt ein. Die Unparteilichkeit war aufgrund des gleichen Sponsors Opel von ihm und dem AC Mailand nicht mehr gegeben, weshalb er nur noch in der Serie B hätte pfeifen dürfen. Sechs Mal, von 1998 bis 2003, wurde Collina zum Weltschiedsrichter gewählt. Während seiner Karriere lief er auch mal für die Modedesignerin Laura Biagotti über den Laufsteg, machte Werbung für Tiefkühlkost oder Uhren und bekam vom DFB einen Fön geschenkt. Angesichts seiner erblich bedingten Glatze ein eher glückloses Präsent. Heute wird er 54 Jahre alt.

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