Die 11 des Spieltags (21)

Nie wieder Nusskuchen!

Mehmet Ekici kann doch Fußball spielen, Rafael van der Vaart ist entweder sehr ehrlich oder sehr blöd und Gerald Asamoah lässt in Zukunft die Finger von lecker Nusskuchen – die 11 des 21. Spieltags!

Heurelho Gomes
Was waren sie glücklich in Hoffenheim. Endlich den vermeintlichen Fliegenfänger Tim Wiese abgesägt und dafür den vermeintlichen Welttorwart Heurelho Gomes ausgeliehens. Der 2:1-Sieg im ersten Spiel mit Gomes im Tor gab allen Jublern auch recht, Gomes feierte sich mit nie gesehener Hoffenheim-Liebe denn auch gleich in die Herzen der Zuschauer. Doch nun dieses: 0:1 gegen Hannover 96 verloren, weil sich der neue Torwart bei einer Flanke ziemlich naiv angestellt hat. Ein solch unsicheres Verhalten bei hohen Bällen kennen sie in Hoffenheim: es ist die große Schwäche des ansonsten doch recht überdurchschnittlichen Torwarts Tim Wiese.

Wiliam Kvist
Mit solchen Namen könnte man sicherlich auch Entdecker von Amerika oder Märchenerzähler werden, doch William Kvist hat sich nun einmal dafür entschieden, Fußballprofi zu werden. Zumindest am Samstag hatte das fatale Folgen für seinen Arbeitgeber, den VfB Stuttgart. Eine Stunde war zwischen dem VfB und Werder Bremen gespielt, als Kvist das vielleicht harmloseste Zweikampfverhalten der laufenden Saison zeigte, den Ball an Nils Petersen verlor und damit das vorentscheidende 1:2 durch Aaron Hunt einleitete. Anschließend verloren die Stuttgarter noch mit 1:4 und stecken nun mitten in einer dicken fetten Krise. Wenn jetzt noch alles gut wird für den VfB, sollte sich Kvist die Sache mit dem Märchenerzähler noch einmal überlegen.

Mehmet Ekici
Einst waren die Kumpel Mehmet Ekici und Ilkay Gündogan ein unzertrennliches Duo beim 1. FC Nürnberg. Dann kamen lukrative Angebote von erfolgreicheren Vereinen und vorbei war es mit dem unzertrennlich sein. Gündogan ging zu Borussia Dortmund, wurde Deutscher Meister und deutscher Nationalspieler. Ekici ging zu Werder Bremen und wurde, ja, was eigentlich? Ein besserer Fußballer jedenfalls nicht, jedenfalls war Ekici mit den Beweisen seiner Fußballkunst bislang relativ sparsam bei seinem neuen Verein. Bis zum Samstag, als Ekici nicht nur ein imposantes Spiel als Ballverteiler machte, sondern auch noch zwei Tore erzielte. Darunter ein herrliches Freistoßtor, dass so schön war, dass sie in Bremen gleich wieder an die großen Zeiten von Ekicis Vorgänger als Träger der Nummer 10 dachten: Micoud, Diego, Mesut Özil.

Robert Lewandowski
Gut möglich, dass wir nie erfahren werden, was Robert Lewandowski geritten hat, als er dem Hamburger Per Cilja Skjelbred nach einer halben Stunde so brutal gegen das Bein trat, dass ihm Schiedsrichter Manuel Gräfe die Rote Karte zeigen musste. Hatte Lewandowski nicht zuvor das 1:0 der Dortmunder erzielt? Und hätte er sich bei dem brutalen Tritt, wenn Skjelbred auch nur seine Fußspitze angehoben hätte, nicht sogar selbst schwer verletzen können? Jedenfalls ließ die Rambo-Aktion viele verwunderte Gesichter zurück. Immerhin hat Lewandowski jetzt – Obacht, Pädagogenspruch! – ein paar Wochen Zeit, um sich darüber Gedanken  zu machen.

Rafael van der Vaart
»Der Schiedsrichter wollte kein Rote zeigen. Da habe ich ein wenig Theater gemacht. Dann hat er sich mit seinem Assistenten besprochen und dann doch die gerechte Rote gegeben.« War das, was HSV-Mann Rafael van der Vaart da nach dem 4:1 seiner Mannschaft gegen Borussia Dortmund von sich gab, nun einfach sehr ehrlich oder einfach sehr blöd? BVB-Trainer Jürgen Klopp zog sein eigenes Fazit aus dem van der Vaartschen Satz: »Das ist der schlechteste Satz, den ich je gehört habe!«

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