Die 11 des Spieltags (12)

The Return of the Wildpferd!

Kyriakos Papadopoulos lässt wieder die Hormone spielen, Alex Meier hat einen neuen, etwas lahmen, Spitznamen, Mario Götze ist wie Autos und Frauen und Werder Bremen sucht noch immer einen Manager – unsere 11 des Spieltags.

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Manuel Neuer
Ja, es muss eine Qual sein, wenn man eigentlich der beste Torhüter der Welt ist (oder von vielen als solcher bezeichnet wird), und dann nach einem eher unangenehmen Spiel von Laien mit Mikrophonen auf sein Fachgebiet angesprochen wird. Manuel Neuer muss sich nach der kritischen Nachfrage eines ARD-Reporters (»Beim 1:1 gibt es, glaube ich, keine zwei Meinungen – das war ihr Fehler«) gefühlt haben wie der Stararchitekt, dem nach dem Hausbau vorgeworfen wird, die Fenster seien nicht richtig eingesetzt. Entsprechend die Reaktion des Müncheners: »Wollen sie mich verarschen?« Der Schuss von Markus Feulner, so Neuer, sei eben so komisch geflogen, dass er keine Chance zur Abwehr gehabt habe. Das sahen die Zuschauer, die Journalisten, also all die Laien da draußen, natürlich anders. Zuspruch gab es dann allerdings von einem weiteren Facharbeiter. Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer behauptete nach Spielende steif und fest: »Der war nicht haltbar. Ehrlich!«

Huub Stevens
Da war er wieder, der »Knurrer von Kerkrade«. Dachte man schon, Schalke-Trainer Huub Stevens sei auf seine alten Tage ein lieber, in Ehren ergrauter Gute-Laune-Bär geworden, wurde man beim 0:2 der Schalker gegen Leverkusen eines Besseren belehrt. Erst schiss Stevens seine Spieler Farfan und Holtby schon während des Spiels zusammen, weil die sich nicht wie üblich zum sogenannten »Cooling Down« auf die in der Kabine aufgestellten Spinning-Räder gehockt hatten, dann verteilte Stevens auch noch nach Spielende aufrichtige Komplimente in Richtung seiner Untergebenen: »Ich hätte heute neun Spieler auswechseln können!« Wir vermuten mal: Das wird eine schöne Trainingswoche in Gelsenkirchen…

Kyriakos Papadopoulos
Bleiben wir doch bei wild gewordenen Schalkern. Der Grieche Kyriakos Papadopoulos ist ebenfalls mit einem erstaunlichen Temperament gesegnet, unvergessen ist sein irrer Blick während der EM in Richtung Kollege Samaras oder sein Tunnelausraster nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Mönchengladbach aus der Vorsaison. Gegen Leverkusen flog »Das Wildpferd von Katerini« (11FREUNDE-Neologismus) nach 82 Minuten vom Platz und ließ seinen Frust an einer armen Getränkeflasche aus, deren Inhalt einen noch ärmeren TV-Mitarbeiter erwischte. Immerhin: Papadopoulos und Trainer Stevens entschuldigten sich anschließend artig bei dem durchnässten Journalisten.

Ralph Hasenhüttl
Verständlich, dass der Trainer des VfR Aaalen ob eines diskussionswürdigen Platzverweises im Spiel gegen Paderborn in Rage geriet. Vielleicht auch verständlich, dass er seinen Unmut über Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus in sämtliche Mikros artikulierte. Fragwürdig bleibt aber, warum Hasenhüttl der Schiedsrichterin vorwarf, nie »Herr der Lage gewesen« zu sein. Das wäre dann aber auch etwas zu viel verlangt gewesen.

Domi Kumbela
Der Braunschweiger war im Spiel gegen Ingolstadt der überragende Mann und setzte beim Jubel noch einen drauf. Er schnappte sich die blaugelbe Mütze eines Fans und modelte so für die Braunschweiger »Fashion Week«. Très chic, wie der Italiener sagt.

Roel Brouwers
Es gibt solche und solche Eigentore. Solche, die einfach nur scheiße sind und aussehen und solche, die zwar scheiße sind, aber richtig schön aussehen. Gladbachs Verteidiger Brouwers ist ein solches Kunststück gelungen, eine Flanke lenkte er so galant aufs eigene Tor, dass der Ball nach einer herrlichen Bogenlampe gegen die Latte titschte und von dort ins Tor. Richtig scheiße für Brouwers und Gladbach: Es war das 1:2 in der 72. Minute gegen den VfB Stuttgart. Gleichzeitig der Endstand.

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