Hans-Joachim Watzke Nach zehn Spieltagen auf Platz fünf, elf Punkte hinter den Bayern, Krisenstimmung in Dortmund? Zeit für BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, das erste Feuer mit den dicken Stiefel auszutreten: »Ein Debakel ist das nicht, aber auch nicht das, was wir uns erwarten.« Die zweite Hürde nahm Watzke, früher lediglich im Amateurfußball aktiv, zu später Stunde im »Aktuellen Sportstudio«. Vier Mal traf der Dortmunder an der Torwand. So viel Zielsicherheit hätte bestimmt auch seinen…ach, lassen wir das.
Rafael van der Vaart Ja, Sylvie sah wieder umwerfend aus. Gemeinsam mit ein paar anderen ziemlich aufgedonnerten Luxus-Damen saß die Frau von HSV-Lenker Rafael van der Vaart in ihrer eigenen (!) Loge und schaute ihrem Gatten bei der Arbeit zu. Und was tat der, um seine Herzensdame zu beeindrucken? Gar nüscht. In der ersten Halbzeit gewann der Spielmacher gegen die bayrischen Gegenspieler gerade einmal elf Prozent seiner Zweikämpfe, verlor also unglaubliche 89 Prozent. Folgerichtig ging der Holländer in Halbzeit zwei einfach in gar keinen Zweikampf mehr. Hoffentlich gab es dafür später einen Anschiss von Sylvie.
Franck Ribery Das Gegenstück zu Rafael van der Vaart? Hieß am Samstagabend Franck Ribery. Zu keinem anderen Fußballer passt der legendäre Filmtitel »Wehe, wenn sie losgelassen« besser, als zum kleinen Franzosen mit der großen Narbe. Hat Ribery einen guten Tag, kann er Spiele alleine entscheiden. Spielt er so, wie gegen den HSV, gehört er zu den fünf besten Fußballern der Welt. Ribery machte den HSV einfach platt. Und nicht nur »Sky«-Experte Stefan Effenberg forderte anschließend eine »Eins mit Sternchen« in Riberys Spielzeugnis.
Michael Ballack Der ehemalige »Capitano« hat langsam was von Hui Buh, dem Schlossgespenst. Zwar schon längst in Rente, geistert Ballack weiterhin mit unheimlichen Nachrichten durch die hiesige Fußballszene. Erst der unrühmliche Auftritt seines spanischen Anwalts, nun wurde bekannt, dass es ausgerechnet Ballack gewesen sein soll, der im September 2011 nicht wie eigentlich offiziell vorgeschrieben, zu einer unangemeldeten Doping-Kontrolle auf dem Vereinsgelände von Bayer Leverkusen erschienen war. Bayer wurde deshalb zu einer Strafe in Höhe von 25.000 Euro verdonnert. Sämtliche Gags zu möglichen Zahlungsunfähigkeiten sparen wir uns an dieser Stelle selbstverständlich.
Armin Veh Herzlichen Glückwunsch, Armin Veh! Das 1:1 seiner Frankfurter gegen Fürth bescherte dem Trainer seinen 300. Punkt als Bundesliga-Trainer. Für alle, die sich noch immer über das Unentschieden aufregen: 302 Punkte hätten in der Statistik wesentlich langweiliger ausgesehen.
Volker Wezel Volker, wer? Zumindest in Nürnberg dürfte der vierte Schiedsrichter nach diesem Wochenende auch Fußballfans ein Begriff sein, schließlich war es Wezel zu verdanken, dass den Nürnbergern in der 76. Minute durch ein Kopfball von Timo Gebhardt der 1:0-Siegtreffer gegen den VfL Wolfsburg gelang. Kurz zuvor hatte Nürnberg-Trainer Dieter Hecking Gebhardt eigentlich auswechseln wollen, stand gar mit Ersatzmann Mike Frantz an der Seitenlinie bereit. Doch Volker Wezel, der vierte Schiedsrichter, ließ sich ziemlich viel Zeit mit seiner elektronischen Auswechseltafel. So durfte Timothy Chandler noch einmal flanken, so durfte Timo Gebhardt noch einmal köpfen. Und Hecking? Lobte Wezel anschließend für seine Trägheit: »Gut gehandelt!«