Die 10 größten Winter-Transferflops

Von A wie Ailton bis Z wie Zé Roberto II

Winterpause, das ist die Zeit unnötiger Paniktransfers und hastig zusammengescouteter Nicht-Verstärkungen. Wir haben euch die schönsten Transferflops zusammengestellt.

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Arilson (1. FC Kaiserslautern/1996)

Arilson (1. FC Kaiserslautern/1996)

Der siebenfache brasilianische Nationalspieler wechselte im Winter 1996 für stolze sechs Millionen Mark vom damaligen Weltpokalfinalisten Gremio Porto Alegre in die beschauliche Pfalz. Nach nur zehn Einsätzen in sechs Monaten war das Missverständnis vorbei. 

Den Abstieg der Lauterer konnte Arilson zwar nicht verhindern, doch immerhin kam er in den Genuss zum ersten Mal hautnah Schnee zu sehen. Arilson wurde zu SC International ausgeliehen, ehe sein Vertrag aufgelöst wurde. 

Wer den Brasilianer dennoch abfeiern will, hat die Chance, den FCK-Arilson-Schal als seltenes Sammlerstück bei Ebay zu erwerben. Ab 9,99 Euro seid ihr dabei.

Caio (Eintracht Frankfurt/2008)

Den meisten Anhängern der Eintracht bleibt Caio als übergewichtiger Brasilianer in Erinnerung, der regelmäßig durch den Laktattest fiel und gegen Leverkusen ein Traumtor schoss. Trotz aller Kritik schaffte es der 3,8-Millionen-Einkauf auf 80 Einsätze in der Bundesliga. Aber auch Abseits des Rasens sorgte Caio für Schlagzeilen. 

So soll er seine erste Frankfurter Wohnung vergammelt und einen Schaden in Höhe von 40.000 Euro hinterlassen haben. Bei seinem Abgang aus der Main-Metropole verkaufte er zudem seine Möbel, ganz klassisch für einen Fußballmillionär, über Facebook.

Nach einem geplatzten Wechsel nach Russland, konnte Caio nicht einmal mehr in der zweiten brasilianischen Liga Fuß fassen, ehe er 2013 von Ex-Trainer Skibbe zu Grashopper Zürich gelotst wurde. Bei den Schweizern hat Caio die Kurve bekommen und gilt als wichtigster Spieler, was seine regelmäßige zweistellige Trefferquote belegt. Ob er immer noch mit Möbeln dealt, wissen wir leider nicht. 

Ailton (Hamburger SV/2006)

Nach erfolgreichen Stationen bei Werder Bremen und bei Schalke 04 verschlug es den Kugelblitz nach Unstimmigkeiten mit seinem neuen Klub Beskistas Istanbul zur Rückrunde 2005/2006 leihweise zum HSV. Doch der einstige Bundesliga Torschützenkönig scheiterte an der Erwartungshaltung. Nur drei Tore in 13 Einsätzen. 

Dabei hatte Ailton beim Saisonfinale am 34. Spieltag noch alles selbst in der Hand. Beim Stand von 1:1 vergab der eigenwillige Brasilianer gegen seine alte Liebe Werder Bremen aus acht Metern vor dem leerstehenden Tor. Bremen gewann das Spiel noch mit 2:1 und schnappte dem HSV den direkten Champions-League-Platz vor der Nase weg. 

Die Bremer Anhängerschaft jubelte und sorgte zusammen mit Fans des FC St. Pauli dafür, dass Ailton tatsächlich zum HSV-Spieler der Saison gewählt wurde. Ailton hingegen entwickelte sich zum Weltenbummler, ehe er 2012 kurzzeitig ins Dschungelcamp wechselte und wenig später seine Karriere beim Dorfverein Hassia Bingen beendete. 

Lilian Laslandes (1. FC Köln/2002)

In Auxerre und Bordeaux erwies sich Laslandes als treffsicherer Stürmer und so waren die Verantwortlichen des FC Köln überzeugt mit dem siebenmaligen französischen Nationalspieler ihre Torflaute beenden zu können. Laslandes kam per Leihe aus Sunderland und konnte auch verletzungsbedingt nur an fünf Ligaspielen mitwirken – ein Treffer gelang ihm dabei nicht. 

Noch heute trägt er unter Fans des FC den Spitznamen »Laslandesliga« und hat Legendenstatus. Nach dem erfolglosen Gastspiel in der Domstadt stellte Laslandes seine Torgefahr wieder in seiner Heimat unter Beweis, bevor er 2008 seine Fußball-Karriere beendete.

Später versuchte sich Laslandes nochmal in der Regionalliga-Mannschaft von Girondis Bordeaux  - wohlgemerkt im Handball. Mittlerweile arbeitet Laslandes als Technik-Trainer im Fußball.

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