Didier Ya Konan, der beste Handballer der Bundesliga

»Er ist erstaunlich begabt!«

Weil er Wolfsburg Makoto Hasebe aus 15 Metern einen Ball ins Gesicht warf, sah Hannovers Didier Ya Konan die Rote Karte. Kurios: Wenige Tage vor dem Spiel war 96 zum Training beim Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf eingeladen. Wir fragten dort nach. Didier Ya Konan, der beste Handballer der Bundesliga

Holger Staab, Sie sind Pressesprecher des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Erst vor wenigen Tagen hatten sie die Fußball-Profis von Hannover 96 zu Besuch im Training. Und im nächsten Spiel wirft 96-Stürmer Didier Ya Konan seinem Gegenspieler Makoto Hasebe einen Ball aus 15 Metern kunstvoll an den Kopf. Das kann doch kein Zufall sein!

Holger Staab: Jetzt wo Sie es sagen fällt mir auch wieder ein, dass Didier Ya Konan einer der begabtesten Handballer bei den 96ern war. Wie der als ausgebildeter Fußballer mit dem Handball umgehen konnte – sagenhaft!

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Sie scherzen.

Holger Staab: Nur ein bisschen. Ya Konan war tatsächlich – neben Jan Schlaudraff – erstaunlich begabt. Unser Trainer Christopher Nordmeyer war ganz angetan.

Die Begeisterung von Schiedsrichter Deniz Aytekin hielt sich am Samstag allerdings in Grenzen: Er unterstellte Ya Konan in dieser Szene Absicht und zeigte ihm die Rote Karte. Hat sich Mirko Slomka schon bei seinem Kollegen Nordmeyer für die offenbar viel zu fruchtbare Trainingseinheit beschwert?

Holger Staab: Bislang noch nicht. Und ich hoffe, das wird auch nicht passieren. So leid es mir tut: Ich denke, dass Ya Konans Abwurf nur ein Glückstreffer war. Den kann ein ungeübter Fußballer gar nicht so zielgenau werfen. Ich will Herrn Aytekin nicht ins Handwerk pfuschen, aber das hätte er durchaus bedenken können: Welcher Fußballer kann schon so gut werfen?

Nun muss Didier Ya Konan für seinen Wurf auch noch eine Sperre absitzen. Er hätte jetzt genügend Zeit für ein Kurz-Engagement in der Handball-Bundesliga. Interesse?

Holger Staab: Eher nicht. Ich glaube generell, dass Fußballer beim Handball keinen Spaß hätten.

Warum das denn nicht?

Holger Staab: Tja, wie soll ich das sagen...

Kommen Sie schon!

Holger Staab: Handball ist für Fußballer doch ein viel zu harter Sport! So, jetzt habe ich es gesagt...

Herr Staab, bevor wir Ihnen ein paar kernige Innenverteidiger zum Training schicken, beantworten Sie uns doch bitte diese letzte Frage: Was macht Morten Olsen in ihrem Kader?

Holger Staab: Der ist weder verwandt noch verschwägert mit dem Fußballer – sondern ein gänzlich fußballfreier Rückraumspieler aus Dänemark.

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