DFL-Beschlüsse: Reaktionen der Vereine, Verbände und Politiker

»...und das ist gut so!«

Im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung wurden alle 16 Anträge abgesegnet. »Die Vernunft hat gesiegt«, sagte Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport Saarland. »Dies ist ein guter Tag für die Sicherheit«, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann.

Reinhard Rauball, Ligaverbands-Präsident
»Egal, ob Sitzplatz oder Stehplatz, schweigend oder nicht schweigend, Teilnehmer einer Fan-Demonstration oder Besucher des Familienblocks: Wir können allen Fans versichern, dass die heutigen Beschlüsse die Fußball-Kultur in Deutschland nicht gefährden. Im Gegenteil: Diese Beschlüsse werden dabei helfen, die Fußball-Kultur zu schützen. Die angedrohten Eingriffe, die bis zur Abschaffung der Stehplätze reichten, sind damit vom Tisch.«

Wolfgang Niersbach, DFB-Präsident
»Dass die deutliche Mehrheit der Lizenzvereine Geschlossenheit demonstriert und für das Sicherheitskonzept gestimmt hat, ist ein wichtiges Zeichen für den gesamten Fußball und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Fans in Deutschland. Wir brauchen den Dialog zwischen allen Beteiligten, aber auch einheitliche Leitplanken, an denen sich alle orientieren können.«

Helmut Sandrock, DFB-Generalsekretär
»Nach den vielen Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate ist diese Entscheidung ein wichtiger Schritt, der hoffentlich weiter zur Versachlichung dieser Thematik beiträgt. Wichtig ist nun, dass alle Vereine die beschlossenen Maßnahmen konsequent und im Dialog mit ihren Fans umsetzen.«

Dirk Zingler, Präsident Union Berlin
»Es gibt keinerlei Veranlassung, sich einem wodurch auch immer motivierten politischen Druck zu beugen und zum jetzigen Zeitpunkt symbolisch eine Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, die überhaupt nie infrage stand. Vonseiten der Innenminister erwarte ich, dass verbal abgerüstet wird und ungerechtfertigte Drohungen, die die Autonomie der Verbände angreifen, unterbleiben.«

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzener Bayern München
»Es war eine gute Sitzung der DFL. Rausgekommen ist das, was ich erwartet hatte. Die Bundesliga hat sich gegen Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik ausgesprochen - und das ist gut so.«

Klaus Allofs, Manager VfL Wolfsburg
»Ich bin froh darüber, dass den Anträgen zugestimmt worden ist - dass wir jetzt die Richtung erst einmal vorgegeben haben. Das ist eine sehr positive Sache. Nacktscanner wollen wir auch nicht, aber wir wollen genaue Kontrollen, weil wir am Ende wollen, dass das Stadion sicher ist. Wer das nicht mitmachen möchte, der hat etwas zu verbergen. Das ist meine Meinung.«

Martin Kind, Präsident Hannover 96
»Das ist ein gutes Signal. Der Fußball kann für die Pseudo-Fans keine Plattform bieten. Und hier im Hinblick auf Pyrotechnik und Gewalt - das sind die beiden Themen, wo keine Kompromisslinien zu finden sind.«

Rainer Wendt, Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft
»Es war höchste Zeit, dass der zunehmenden Gewalt in und um deutsche Fußball-Stadien mit konkreten Maßnahmen begegnet wird. Die Richtung, die die DFL jetzt einschlägt, ist nachvollziehbar. Die Verbesserung der Arbeit für die Polizei, die Schulung der Ordnungsdienste, die Bekenntnisse der Vereine zur Ablehnung von Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik sowie der Verstärkung der Kommunikation mit Fangruppierungen sind alles Schritte, die zu einer Entspannung der Lage beitragen können.«

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund
»Wir hatten eine konstruktive Diskussionsbasis, die Mitgliederversammlung war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Viele Gespräche mit den Fans aus dem Vorfeld haben Einfluss auf die Sitzung gehabt. Unter dem Strich steht ein Kompromiss. Einer, mit dem alle friedliebenden Fans sicher gut leben können.«

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