There will be blood 10.4.2002: Real Madrid - FC Bayern 2:0 Das Viertelfinal-Rückspiel von 2002 bleibt als überdurchschnittlich »grausam« in Erinnerung. Madrids Roberto Carlos brach Bayern-Jungstar Hasan Salihamidzic mit einem Ellbogencheck das Nasenbein und erhielt dafür nicht einmal Gelb. Der Bosnier spielte aber trotz gebrochener Nase noch sieben Minuten weiter, kassierte dann aber wegen eines groben Foulspiels selbst die Rote Karte. Surreal. Frei nach dem Prinzip: Wenn er schon verletzt raus muss, dann nimmt er noch gleich noch einen mit ins Verderben. Eine halbe Stunde vorher kam es zu einer Attacke auf Stefan Effenberg, der Bayern-Kapitän wurde vor der Ausführung eines Eckballs von einem Gegenstand aus den Zuschauerrängen getroffen und ging zu Boden.
»Fuck you« auf Spanisch 20.2.2007: Real Madrid - FC Bayern 3:2 Real träumte bereits vom Einzug ins Viertelfinale, da wechselte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld elf Minuten vor Schluss Mark van Bommel ein. Die Bayern warfen alles nach vorn, Real-Verteidiger Raul Bravo köpfte eine Flanke der Bayern aus dem Strafraum, wo Bommel wartete und den Ball mit rechts in die linke Ecke hämmerte. Das Hammer-Tor feierte er dann zügellos und uncharmant: er machte den »Cortes de mangas« (auf Deutsch: »abgeschnittener Ärmel«), dabei griff er sich in die rechte Armbeuge und zeigte den Real-Fans die Faust, was nonchalant auf Englisch einfach »Fuck you« heißt. Diese Geste gilt in Spanien als tödliche Bleidigung. Die Uefa bestrafte den Niederländer mit einer Spielsperre auf Bewährung. Im Rückspiel schlug Bayern Real mit 2:1 und kam weiter.
Die Neuer-Gala 25.4.2012: Real Madrid - FC Bayern 1:3 Im Halbfinal-Hinspiel hatten die Bayern 2:1 gewonnen, im Rückspiel lagen sie vorerst 0:2 hinten, doch Robben schoss den Anschlusstreffer und zwang die Partie ins Elfmeterschießen, wo die Deutschen mehr Nerven beweisen. Zum Helden der Nacht wurde Manuel Neuer, der gleich zwei Strafstöße mit der rechten Faust parierte und sein Team so ins Champions-League-Endspiel führte.