29.12.2006

Der HSV plant einen Fanfriedhof

Letzte Ruhe hinter der Tribüne

Bis dass der Tod uns scheidet - so lautet der Treueschwur vieler Anhänger auf ihren Verein. Jetzt kann die Verbindung sogar darüber hinaus bestehen bleiben: Der HSV plant als erster deutscher Verein einen Fan-Friedhof.

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Conny Böttger
Christian Reichert, der HSV plant einen HSV-Friedhof direkt am Stadion. Klingt romantisch.

Der Jubel der HSV-Fans nach einem Tor ist auf dem Friedhof gut zu hören. Hinterbliebene können alle zwei Wochen beim Heimspiel am Grab vorbeischauen. Und wenn man auf dem HSV-Friedhof begraben sein sollte, kann man sicher sein, dass die alten Kumpels ans Grab kommen.



Ganz neu ist die Idee nicht.

In Argentinien haben die Boca Juniors im Frühjahr 2006 den ersten Fanfriedhof der Welt eröffnet, der 60 Kilometer von der Bombonera entfernt liegt. In Everton kann man am Spielfeld begraben werden. Die Bestattungskultur in Deutschland ist aber eine andere.

Wie reagieren die Anhänger auf die Friedhofs- Idee?


Die älteren HSV-Semester standen der Idee sehr aufgeschlossen gegenüber. Die jüngeren HSVer ebenfalls, aber für die ist das Thema noch weit weg.

Die Totenruhe sehen Sie angesichts des Trubels bei Heimspielen nicht in Gefahr?

Wir wollen nicht, dass der Friedhof aussieht, wie ein Fanartikel-Basar, mit zig Fanschals
und Teddybären an jedem Grabstein. Sicherlich wird aber die Raute auf dem
Friedhof eine Rolle spielen.

Wie viele Gräber sind geplant?
Auf den vorhandenen Flächen sehen wir 300-500 Grabstätten. Bei Bedarf können wir eine Zusatztribüne errichten.


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In der Galerie: Fotos von Conny Böttger aus "Der letzte Pass" (Verlag Die Werkstatt www.amazon.de/letzte-Fu%C3%9Fballzauber-Friedhofswelten-Zuschauer-erw%C3... )
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