Der große Rückrundencheck 4

Huub Stevens übernimmt!

Am Freitag ist die Winterpause endlich vorbei. Vorfreudig präsentieren wir den großen 11FREUNDE-Rückrundencheck. Heute mit Schalke 04, Mainz 05, dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.

Schalke 04
So lief die Vorbereitung:
Ziemlich schalkehaft. Soll heißen: unruhig und überhitzt. Zunächst gab es Mini-Ärger um Jefferson Farfan, der wegen Problemen mit seinem Visum nicht nach Doha einreisen durfte. Dann wurde der Allerweltswechsel von Lewis Holtby zum Jahrhundertskandal hochgejazzt, schließlich kam der FC Bayern und verteilte im Testspiel fröhlich Gegentore. 5:0 hieß es am Ende. Klar, dass von der mangelnden Aussagekraft von Testspielen gefloskelt wurde. Geschmerzt haben wird die Ohrfeige der Bayern aber schon. Beziehungsweise die fünf Ohrfeigen. Andererseits: Das sind die Bayern. Die würden den Gegner derzeit wahrscheinlich auch beim Schach in zwei Zügen mattsetzen können.


Der ist neu:
Ex-Herthaner Raffael. Nach dem Ausfall von Ibrahim Affelay und dem etwaigen Abgang von Lewis Holtby bestand Bedarf im offensiven Mittelfeld. Außerdem musste endlich jemand Jiri Nemecs Erbe als am schlechtesten frisierter Schalkespieler aller Zeiten antreten. Das zumindest scheint gelungen. Ob der manchmal launische Raffael eine echte Verstärkung sein kann oder ob ihm das aus Berliner Zeiten bekannte Phlegma aus Kiew hinterhergereist ist, wird sich zeigen.

So läuft die Rückrunde:
Ziemlich schalkehaft. Soll heißen: Die Knappen starten gut und beißen sich hinter den Bayern auf dem zweiten Platz fest. Die Fans halten Pappmeisterschalen hoch, für den Sommer werden bereits Millionentransfers getätigt, ein Investor namens Schechter kann an Land gezogen werden. Aber im Erfolg macht man bekanntlich die größten Fehler. Die auf den letzten Drücker verpflichteten Rafinha, Zé Roberto II, Lincoln, Rivaldo und Carlos Großmüller bilden mit Raffael und Sensationstransfer Michel Bastos zunächst eine südamerikanische Joga-Bonito-Truppe, die die Konkurrenz an die Wand der Veltins-Arena zaubert, dann aber sensationell einbricht. Von Samba-Partys ist die Rede und von zu viel Caipirinha, kesselweise Feijoada und Streifzügen durchs berüchtigte Gelsenkirchener Nachtleben. Nach null Punkten aus neun Spielen muss Jens Keller gehen, er übernimmt gemeinsam mit Markus Babbel den VfB Stuttgart. Interimstrainer auf Schalke wird ein alter Bekannter: Huub Stevens, klar.



FSV Mainz 05
So lief die Vorbereitung:
Im sonnigen Marbella legten die Mainzer den Grundstein für die Rückrunde. Berichten zufolge musste der ein oder andere Spieler per Abendschule das Abi nachholen, um an Thomas Tuchels komplexen Trainingseinheiten überhaupt teilnehmen zu können. Aber was unken wir hier unwissend rum: Tuchel hat ja alles richtig gemacht. Platz Sechs mit Mainz ist eine mittelschwere Sensation. Einziger Aufreger im Trainingslager war der Wechsel von Jan Kirchhoff zu den Bayern ab der nächsten Saison. Ob das den jungen Kirchhoff beschäftigen und seine Leistung beeinflussen wird, bleibt dahingestellt. Ist aber auch nicht wichtig, Tuchel rotiert ihn ja ohnehin verlässlich aus der Startelf.

Der ist neu:
Auf dem Transfermarkt hielten sich die Mainzer vornehm zurück. Man halte die Augen offen, so Manager Heidel. Bevorzugt im Offensiv-Bereich würden die Mainzer gerne nachlegen. Allerdings nur, wenn sich eine Option auftut, die mehr ist als eine Verlegenheitslösung für die Rückrunde ist und eine Investition über den Sommer hinaus darstellt. Was macht eigentlich Mohamed Zidan? Oder Michael Thurk?

So verläuft die Rückrunde:
Mainz stürmt weiter durch die Liga und bald ist erneut von den Bruchweg-Boys die Rede. Beziehungsweise von den Bruchweg-Brains, denn durch Tuchels eigens erfundenes Kogni-Mental-Schläfenlappen-Reaktions-Training entwickeln sich die Mainzer Spieler zu fußballerischen Genies, die Spielsituationen fünfmal so schnell wahrnehmen wie der Gegner. Auch die beiden Last-Minute-Transfers Mohamed Zidan und Michael Thurk, laut Heidel »mehr als Verlegenheitslösungen und Investitionen über den Sommer hinaus«, schlagen ein und kommen zusammen auf gute 42 Rückrundentreffer. Das reicht insgesamt für einen starken fünften Platz sowie die Regionalmeisterschaft im Rubick's Cube, Platz 3 bei »Der klügste Deutsche« und den ein oder anderen Erdrutschsieg in der Mainzer Kneipenquiz-Szene.

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