Der große Hinrundenrückblick: Hamburger SV

Die Bengel vom FC Chelsea

Mit Thorsten Fink sitzt beim HSV der zwölfte Trainer in zwölf Jahren auf der Bank. Der von Arnesen proklamierte ruhige Umbruch fand erst unter Fink statt, nachdem Michael Oenning verschlissen wurde. Der Trend zeigt nach oben. Der große Hinrundenrückblick: Hamburger SV

Highlight der Hinrunde
Auf den von Sportchef Frank Arnesen proklamierten Umbruch mit viel Ruhe folgte für den Bundesliga-Dino der schlechteste Saisonstart aller Zeiten und viel Medienrummel um die Trainerfrage. Nach dem bitteren 0:5 am 3. Spieltag gegen die Bayern offenbarten sich schmerzvolle Schwächen in der Defensive. Der Hamburger SV wirkte gegen starke Münchener überfordert, uninspiriert und war schlichtweg chancenlos. Besonders bitter: Daniel van Buyten und Ivica Olic trafen gegen ihren Ex-Verein.


Tops und Flops
Unter Trainer Thorsten Fink ist der HSV in der Bundesliga ungeschlagen und wirkte wesentlich engagierter. Im Moment dümpelt Hamburg im unteren Mittelfeld vor sich hin und hat zumindest die Abstiegszone hinter sich gelassen. Kleiner Wermutstropfen für den Trainer: Fink musste zuschauen, wie sein Ex-Klub FC Basel gegen Manchester United das Achtelfinale der Champions-League erreichte.
Ebenfalls ein Lichtblick der Hinrunde war Gökhan Töre. Der machte ordentlich Dampf über die Außenbahnen und war mit seinen dynamischen Dribblings eine Belebung fürs Offensivspiel.

Unter Michael Oenning spielte der HSV grausamen Fußball und besonders die Defensive enttäuschte das Hamburger Publikum. Oennings Hinrundenbilanz: sechs Spiele, ein Punkt, 6:17 Tore.  Slobodan Rajkovic und Michael Mancienne (sprich: Mann-Zieh-Enne) konnten nicht überzeugen – ein kleiner Hoffnungsschimmer war zumindest Jeffrey Bruma, der in der niederländischen Nationalmannschaft inzwischen mit Joris Matthijsen konkurriert.

Ja, gut äh, ich sach mal: Medialer Höhepunkt
1:3 in Dortmund, 0:5 gegen Bayern, 3:4 gegen Köln – ein Hochstapler bezog als Michael Oenning via Twitter zum HSV-Fehlstart Stellung. Halbzeit-Tweet von »Mad aus Münster« (Oenning hatte sich einst bei einem Herzblatt-Auftritt als Mad vorgestell, d. Red) beim Stand von 0:0 beim Auswärtsspiel in Bremen: »Habe mich im Klo eingeschlossen. Dino Hermann (HSV-Maskottchen, d. Red.) hält die Halbzeitansprache. Kann die Fratzen nicht mehr ertragen« Nach dem Schlusspfiff und der 0:2-Niederlage gegen Werder textete der Doppelgänger Oennings: »Nur 2 Gegentore, meine Defensivtaktik fruchtet und wird verinnerlicht. Ende Februar sollte der erste Punktgewinn durchaus realistisch sein.«



Zitat der Hinrunde
»Beim nächsten Spiel sitzt ein Trainer mit Lizenz auf der Bank.« Nach dem Streit um die fehlende Trainer-Lizenz von Interimstrainer Rodolfo Cardoso versprach Sportchef Arnesen einen Trainer mit Lizenz. Da Arnesen ausgebildeter Fußballlehrer ist, saß beim nächsten Spiel selbst auf der Bank und führt den HSV zu einem 2:1-Erfolg gegen Freiburg.

Wenn dieser Verein ein Job wäre, so wäre er . . .
Kindergärtner – die ungezogenen Bengels und Neuzugänge aus der A-Jugend vom FC Chelsea lernen langsam, sich zu benehmen. Herbergsvater Frank Arnesen suchte händeringend nach neuen Erziehern und fand Sie in Ziehvater und Vorbild Thorsten Fink.

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