Der große Hinrundenrückblick: 1. FC Kaiserslautern

Kellerkinder

Nach einer Saison in ungeahnten Höhen hat der 1. FC Kaiserslautern am zweiten schweren Jahr nach dem Aufstieg zu knabbern. Derzeit steht man auf einem Relegationsplatz, vor allem, weil sich die »Roten Teufel« weigern, das Tor zu treffen. Der große Hinrundenrückblick: 1. FC Kaiserslautern

Highlight der Hinrunde
Die Auswahl eines Highlights gestaltet sich beim FCK aufgrund der eher bescheidenen Leistung aus der Hinserie etwas problematisch. Einzig und allein der 2:1-Auswärtserfolg auf Schalke verkörpert den Fußball, den sich Trainer Marco Kurz vorstellt. Nicht gerade sexy, aber immerhin erfolgreich. Dabei profitierten die Lauterer früh von einer etwas überzogenen Schiedsrichterentscheidung von Peter Sippel, der Schalkes Torwart Ralf Fährmann nicht unbedingt hätte vom Platz schicken müssen. Im Gegenzug revanchierte sich Gagelmann dann auch noch bei Schalke, als er Lauterns Rodnei ebenso fragwürdig frühzeitig zum Duschen schickte. Den zehn verbliebenen Pfälzern war es herzlich egal, Schalke wurde nach allen Regeln der Kunst auseinander gespielt. Marco Kurz stellte später auf der Pressekonferenz nüchtern fest: »Tja, wir waren die bessere Mannschaft.«

Tops und Flops
Auch wenn sich Kevin Trapp den ein oder anderen Bock leistete, der Keeper von Lautern gehört eindeutig zu den Beständigsten der Mannschaft. Angeblich haben die Bayern bereits angeklopft, auch Joachim Löw soll sich so seine Gedanken machen. Während der Torwart der sichere Rückhalt der Pfälzer ist, will es vorne mit dem Toreschießen überhaupt nicht klappen. Wenn mit Itay Shechter der erfolgreichste Stürmer einer Mannschaft drei Mal getroffen hat, ist ziemlich klar, wo das Problem liegt. So häufig hat bei anderen Vereinen die Frau des Zeugwarts geknipst. Vielleicht hat das einstige Traumduo Jürgen Rische & Olaf Marschall derzeit nichts zu tun und kann reaktiviert werden.

Ja, gut äh, ich sach mal: Medialer Höhepunkt
Auch wenn die »Roten Teufel« teilweise die Erstligatauglichkeit schuldig blieben, ihre Fans waren stets auf Augenhöhe mit den ganz Großen der Liga. Von der deutschen Akademie für Fußballkultur bekam die Ultra-Gruppierung »Generation Luzifer« den Preis für die beste Choreo des Jahres verliehen. Die Fans lehnten den Preis dankend ab. Das Problem: Der Sponsor des Preises, easycredit, der die Namensrechte des Stadions in Nürnberg blockiert.

Das Zitat der Hinrunde
»Ich musste dem Herrn erläutern, wie Fußball geht. Er hat es verstanden. Damit war es erledigt« (Marco Kurz spricht nach dem mageren 1:1 im Heimspiel gegen Hertha BSC mit einem pöbelnden Fan)

Wenn dieser Verein ein Job wäre, wäre er...
Der kellnernde Student: mit Leidenschaft am Existenzminimum.

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