Der große 11FREUNDE-Rückrundencheck 5

Die Alleskönner

Heute ist die Winterpause endlich vorbei. Vorfreudig präsentieren wir den letzten Teil des großen 11FREUNDE-Rückrundencheck. Heute mit Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund.

FC Bayern München

So lief die Vorbereitung:
Na, wenn das nicht der langweiligste Titelkampf der Bundesligageschichte wird. Einsam und alleine ziehen die Bayern an der Spitze ihre Kreise und auch nach der Vorbereitung deutet absolut nichts darauf hin, dass sich das in der Rückrunde noch ändern könnte. Der Rekordmeister behielt im Trainingslager von Katar eine blütenweiße Weste und gewann alle Testspiele ohne ein einziges Gegentor. Der katarische Meister Lekhwiya wurde 4:0 besiegt, Schalke 04 gar mit 5:0 abgewatscht, zum Abschluss wurde die SpVgg Unterhaching gnädig mit nur 2:0 geschlagen. Die Bayern, so scheint es, machen ernst und spielen diese Saison in einer ganz eigenen Liga.

Der ist neu:
Pep Guardiola. Nochmal: PEP GUARDIOLA! Der ist zwar noch nicht da und kommt auch erst im Sommer, war aber trotzdem der spektakulärste Transfer der Winterpause. Denn der spanische Weltklassetrainer, der mit dem FC Barcelona 14 Titel in vier Jahren gewann, stand bei sämtlichen europäischen Topclubs auf dem Zettel - entschied sich aber für den deutschen Rekordmeister. Die Euphorie und das mediale Echo könnten größer nicht sein. Dass sich der FC Bayern auch den begehrten Mainzer Innenverteidiger Jan Kirchhoff sichern konnte, fiel nach der Guardiola-Sensation fast ein wenig unter den Tisch. Kirchhoff soll im Sommer nach München wechseln, ob vielleicht doch noch ein Wintertransfer draus wird, ist noch offen.

So läuft die Rückrunde:
Bayern München dominiert weiterhin die Bundesliga und holt 54 von möglichen 54 Rückrundenpunkten, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren. Manuel Neuer erkrankt an Rheuma, weil er so wenig zu tun hat, Franck Ribéry wechselt in die Leichtathletikabteilung und qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft im 100-Meter-Lauf, während Mario Gomez trotz seiner 34 Rückrundentore beständig in der Kritik steht. Pep Guardiola sagt sein Engagement derweil kurzfristig doch noch ab, da er fürchtet, sich bei den Bayern zu langweilen. Die können ja eh schon alles.

Bayer Leverkusen


So lief die Vorbereitung:
So gut es eben möglich war, versuchte Bayer Leverkusen sich in der gemütlichen nigerianischen Zehn-Millionen-Metropole Lagos zu erholen. Oder war Leverkusen etwa in dem portugiesischen Lagos, das unwesentlich ruhiger und ungefährlicher ist? Gut möglich, jedenfalls nahm die Werkself zur Stärkung des Selbstvertrauens eine 0:2-Niederlage gegen Hannover 96 mit und erkämpfte sich gegen die Weltauswahl vom SC Heerenveen ein packendes 0:0. Und sonst so? Michael Kadlec verbrachte die Winterpause mit der besonders fiesen Feiertagsgrippe im Bett und wird zum Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt fehlen.

Der ist neu:
Der 18-jährige Arkadiusz Milik wechselte vom polnischen Weltverein Gornik Zabrze für 2,6 Millionen Euro ins schöne Leverkusen. »Bild« enthüllte anlässlich der Ankunft der 1,89-Meter-Sturmkante sogleich seine Hobbys (»Playstation, gerne auch mal PC«) und sein Lieblingsessen (»Mamas Rouladen, Klöße und Rotkohl«). Wer ihn jetzt im fernen Leverkusen bekochen soll? Vielleicht zaubert ja Kochbuchautor Stefan Kießling (Titel: »Erfolgsrezepte«) dem polnischen Neuankömmling eines seiner leckeren Leibgerichte.

So läuft die Rückrunde:
Bayer Leverkusen wird – Überraschung – Vizemeister (Simon Rolfes: »Vizekusen wäre ein Riesending!«). Aber auch in der Europa League kann Leverkusen die Erwartungen erfüllen: Der Reihe nach schaltet Bayer die Hochkaräter Benfica Lissabon, FC Chelsea und Manchester City aus, um im Finale gegen Anschi Machatschkala erneut als strahlender zweiter Sieger hervorzugehen. Zur Feier gibt es den zweitteuersten Sekt mit Alka-Seltzer (sprudelt noch mehr), viel Schulterklopfen und langfristige Verträge für das erfolgreiche Trainerduo Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä.

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